HSV Hamburg - TBV Lemgo - "Sahnetag" und "Lehrstunde" - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

"Sahnetag" und "Lehrstunde"

Martin Schwalb schwärmte von einem "Sahnetag". Volker Mudrow sprach von einer "Lehrstunde". Beide Trainer hatten recht. Der HSV nutzte die Bühne Lipperlandhalle zu einer eindrucksvollen Demonstration seiner Stärke und demontierte den TBV nach allen Regeln der Kunst. Lemgo fehlte im Angriff gegen die weit aufgerückten Nahkämpfer Jansen, Vori und Flohr jegliche Durchschlagskraft und lag zwischenzeitlich mit 13 Toren im Rückstand (50.). Gift war das schnelle 0:3 nach 2:45 Minuten.

Früh wurde dabei klar, dass die Schiedsrichter Fleisch/Rieber bei den Abwehrbemühungen gegen den Hamburger "Rübezahl" Igor Vori keine Kompromisse duldeten. "Dabei waren einige seiner Sperren alles andere als korrekt", befand TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe, der sich auch über zwei Stürmerfoulentscheidungen gegen Lemgo ärgerte. "Danach war unser Selbstvertrauen dahin und wir haben völlig den Faden verloren." Lemgos kleines Fünkchen Hoffnung, das beim 10:15 zur Pause noch glimmte, war spätestens beim 11:19 in der 35. Minute erloschen. Ab diesem Zeitpunkt ging es nur noch um die Höhe der Lemgoer Klatsche. Völlig neben sich stand Holger Glandorf, der im zweiten Spiel in Folge ohne Treffer blieb. Schwalb war dagegen begeistert: "Das war keine normale Geschichte. Da hat man gesehen, was aggressive Bereitschaft ausmacht. Außerdem wurde Jogi Bitter zum überragenden Mann."