Söhne sollen’s für den TuS richten - Schon die Väter von Niemeyer und Tluczynski spielten mit Erfolg in Nettelstedt - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Söhne sollen’s für den TuS richten

Schon die Väter von Niemeyer und Tluczynski spielten mit Erfolg in Nettelstedt

"Gekommen um zu bleiben - Aufstieg 2009": Was wäre der Profisport heutzutage ohne die obligatorischen Fanschals? Da ist der TuS N-Lübbecke zunächst einmal nichts Besonderes. Nachdem der 35:23-Erfolg in Dessau unter Dach und Fach war, konnten die guten Stücke endgültig in Auftrag gegeben werden und zierten Hälse und Schultern der großen Fangemeinde, spätestens bei der Aufstiegsfeier am 23. Mai. Ganz besonders sind dagegen andere Eckdaten, die die Vorfreude auf die neue Saison am Wiehengebirge mächtig haben ansteigen lassen.

Punkt eins: Die Neuzugänge. Lübbecke hat draufgesattelt, der Kader erscheint vielen Experten weit leistungsstärker besetzt zu sein als in der jüngeren Vergangenheit. Aufsehen erregte vor allem, dass mit Arne Niemeyer ein Spieler verpflichtet wurde, der im Nettelstedter Team schon vor dem Saisonanpfiff als Fixpunkt und Hoffnungsträger auszumachen gilt. "Natürlich muss ich hier eine führende Rolle einnehmen. Ich weiß aber, dass ich’s kann und freue mich schon riesig darauf, wieder angreifen zu dürfen." Auf Linksaußen ist Tomasz Tluczynski, der polnische Vizeweltmeister, zum TuS gestoßen, der erst noch mit seinem bisherigen Team TSV Hannover-Burgdorf den Erstliga-Aufstieg bejubeln konnte. Beiden - Niemeyer und Tluczynski - ist gemein, dass schon ihre Väter das TuS-Trikot getragen haben. Der 78-er Weltmeistertorwart Rainer Niemeyer gehörte 1991/92 dem Nettelstedter Kader an, "Binjo" Tluczynski brachte als Führungsspieler 1994 die Rothemden nach elf Jahren Abstinenz in die 1. Bundesliga zurück.

Neben Arne Niemeyer hat der TuS N-Lübbecke noch drei weitere Rückraum-Asse für einen Vereinswechsel zum dreimaligen Europapokalsieger begeistern können. Den dänischen Spielmacher Henrik Hansen, Brasiliens Halbrechten Rui Renato und Heidmar Felixson, wie Tomasz Tluczynski zuletzt bei Hannover-Burgdorf unter Vertrag. Der Schweriner Milos Putera für das Tor und der junge Alexander Tesch (VfL Gladbeck) am Kreis runden den Reigen der neuen Gesichter beim TuS ab. "Wir sind in Abwehr und Angriff jetzt viel variabler geworden. Und da wir auf allen Positionen doppelt besetzt sind, wären auch Verletzungen leichter zu kompensieren", fasst der TuS-Trainer Liljestrand zusammen.

Punkt zwei bei den Lübbecker Eckdaten für die kommende Bundesliga-Saison: Das Ambiente der bereits 1980 eingeweihten Kreissporthalle wird weit mehr als nur aufgehübscht. Vor allem der neue Eingangsbereich auf der West-Seite fällt ins Auge, der pünktlich zum ersten Heimspiel am 12. September gegen Dormagen seine Feuertaufe erleben soll. Jetzt soll und kann die Mannschaft jedoch in ganz neuem Licht erstrahlen. Ob die nun Merkur-Arena genannte frühere Kreissporthalle jetzt auch von der neuen Mannschaft mit möglichst vielen Erfolgen bestrahlt wird? Das anspruchsvolle Startprogramm mit den ersten drei Auswärtsspielen bei den Rhein-Neckar-Löwen, in Gummersbach und Lemgo spricht dagegen. Alles andere aber dafür!

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