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In Magdeburg haben für Kiel acht Wochen mit fünfzehn Spielen begonnen

Schonzeit für Zebras ist vorbei

Als ob das internationale Star-Ensemble des THW Kiel nicht schon genügend Aufgaben vor sich hätte. . . Nach der kurzen Pause wegen des Supercups der Nationalmannschaft (und anderer internationaler Turniere) beginnt für die ’Zebras’ und die anderen Spitzenteams der Terminstress.

In den acht Wochen vom gestrigen Dienstag, als der deutsche Rekordmeister 30:29 beim SC Magdeburg gewann, bis zum Jahresende stehen satte 14 Pflichtspiele auf dem Programm des deutschen Rekordmeisters: Zehn Mal geht es um Bundesliga-Punkte, wobei das das Gipfeltreffen gegen den HSV Hamburg am 20. Dezember das eindeutige Highlight sein dürfte. Zudem fordert die Champions League mit den Gruppenspielen im dänischen Kolding sowie gegen und beim Schweizer Meister Amicitia Zürich ihr Recht.

Kein Anzeichen von Müdigkeit

Und schließlich wartet der Knüller im Achtelfinale des DHB-Pokals, in dem am 16. Dezember, vier Tage vor dem Bundesliga-Schlager gegen den HSV, die zweite diesjährige Auflage des Klassikers bei der SG Flensburg-Handewitt ansteht.

"Für solche Situationen haben wir unseren großen Kader", sagt THW-Trainer Alfred Gislason nur gelassen, der seinem Team (beispielweise nach der uninspiriert wirkenden Vorstellung beim Pokalsieg in Großwallstadt) auch "derzeit noch keine Anzeichen von Müdigkeit" zugestehen will. "Da das Programm so weitergeht, ist das vielleicht im März oder April ein Thema, darf es aber jetzt noch nicht sein." Überhaupt gilt das Lieblings-Motto des Isländers: "Das nächste Spiel ist das Wichtigste."

Vier Spieler in der Weltauswahl

Während Jung-Vater Kim Andersson und der rückengeplagte Marcus Ahlm auf ihre Teilnahme am Supercup verzichteten, war die Flügelzange Dominik Klein und Christian Sprenger in dieser Woche für Deutschland am Ball. Beide sind auch am 1. und 2. Dezember im schwarz-rot-goldenen Einsatz, wenn Bundestrainer Brand gegen Weißrussland weiter die Vor-EM-Form testet.

Als ob das nicht genug ist, treten vier Kieler auch zwischenzeitlich noch für die Weltauswahl an. Der kroatische Handballverband will am 2. Dezember seinen 60. Geburtstag mit einem Jubiläumsspiel feiern: Thierry Omeyer, Daniel Narcisse, Filip Jicha und Ahlm wurden vom Coach der Weltauswahl, Frankreichs Weltmeister und Olympiasieger-Trainer Claude Onesta, in den 15er-Kader eingeladen. Ein Wiedersehen gibt es für das THW-Quartett in Zagreb mit den beiden ehemaligen Mitspielern Nikola Karabatic und Vid Kavticnik, die im Sommer von vielen Schlagzeilen begleitet zu Montpellier HB gewechselt waren.