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Sieg gegen Dormagen deutlicher als das Ergebnis aussagt

Schwächste Leistung reicht dem TVG

Es sind Spiele wie diese, die den Zuschauer in der Handball-Bundesliga langweilen. Hier der Favorit, der nicht richtig in Fahrt kommt, aber dennoch ungefährdet bleibt. Dort der Außenseiter, dem es gelingt, lange Zeit mitzuhalten, der aber selbst nicht wirklich an die eigene Chance glaubt.

In der ersten Halbzeit spielten die Dormagener "auf Augenhöhe". Diszipliniert hatten die Gäste ihre Angriffe vorgetragen und lange auf die Chance zum Abschluss gewartet. Die Gastgeber dagegen wirkten ungeduldig, vielleicht sogar ärgerlich wegen der langsamen Spielweise des Gegners. Beim TVG ging vieles nur über den Kreis und Außen, der Rückraum war im Grunde über die gesamte Spielzeit ein Totalausfall. Bei 23 Versuchen kamen die Rückraumspieler der Großwallstädter auf mickrige acht Tore. "So schlecht waren wir aus dem Rückraum noch nie", klagte Trainer Peter David.

Larsson macht die Mitte dicht

Zur Pause mahnte David seine Spieler, "die Geduld nicht zu verlieren" und in der Abwehr ein bisschen resoluter zuzupacken. Zudem beorderte der TVG-Coach Joakim Larsson für den in der ersten Halbzeit keineswegs enttäuschenden Jens Tiedtke in die Mannschaft. Und der Schwede Larsson machte nun gemeinsam mit dem Isländer Jakobsson die Mitte dicht. Die Deckung stand nun zweifellos besser und ließ bis zu den vogelfreien Schlussminuten nur noch wenige Gegentore zu.

Wie fest zementiert inzwischen auch die Unterschiede zwischen dem Parterre und dem Keller der Liga sind, zeigte die Leistung von Steffen Weinhold. Großwallstadts in dieser Saison so starker Neuzugang schwächelte lange Zeit. Doch als Weinhold gleich nach der Pause mal ernst machte und drei Tore in fünf Minuten warf, reichte dies seiner Mannschaft bereits, um vorentscheidend davonzuziehen.

Dormagen gewinnt die Endphase 5:1

Der Rest war Routine. Großwallstadt behauptete den herausgeworfenen Fünf-Tore-Vorsprung, versäumte es aber immer wieder, ihn auszubauen. Und ganz am Ende, als Trainer Peter David auch den Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance gab, schmolz der Vorsprung wieder. 1:5 verloren die Großwallstädter die letzten drei Minuten. David kündigte Konsequenzen an, "weil so etwas einfach nicht passieren darf." Echte Gefahr, die Partie zu verlieren, aber hatte nie bestanden. Und dies trotz der schwächsten Großwallstädter Heimleistung in dieser Saison.