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Handball-Affäre: Kiels Ex-Manager bei Staatsanwaltschaft

Schwenker hat ausgesagt

Kiels ehemaliger Manager Uwe Schwenker hat erstmals in der Manipulations-Affäre um den Handball-Rekordmeister ausgesagt. Der 50-Jährige habe eine Aussage gemacht, bestätigte Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zu Inhalten der Vernehmung konnte er nichts sagen.

Bislang hatte sich Schwenker geweigert, über den Verbleib von insgesamt 152.000 Euro aus der Vereinskasse Auskunft zu geben. Dem THW wird vorgeworfen, mindestens zehn Spiele in der Champions League durch Schiedsrichter-Bestechung manipuliert zu haben, darunter das siegreiche Finale 2007 gegen den Nord-Rivalen SG Flensburg-Handewitt. Gemeinsam mit dem ehemaligen Trainer Zvonimir Serdarusic wird Schwenker als Drahtzieher von Bestechungsversuchen vermutet. Beide haben bislang alle Schuldzuweisungen bestritten.

Unterdessen hat Jesper Nielsen, Aufsichtsratsvorsitzender der Rhein-Neckar Löwen, eine endgültige Aufklärung von Schwenker gefordert. "Ich hoffe, dass Schwenker die Wahrheit sagt und endlich für Klarheit bei der Staatsanwaltschaft sorgt. Die Sache muss vom Tisch. Er soll sagen, wofür die 152.000 Euro gebraucht wurden. Es kann nicht sein, dass es dafür keine Belege gibt", sagte Nielsen dem "Mannheimer Morgen".