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Seit einem Jahr ungeschlagen

Es war ein spannender Kampf auf Augenhöhe zwischen den Berliner Füchsen und Champions-League-Teilnehmer Flensburg. Das fanden am Sonntag Nachmittag auch die 9.000 Zuschauer (ausverkauft) in der heimischen Max-Schmeling-Halle.

Das schließlich erreichte 24:24 (10:13) war eine echte Fleißaufgabe, der noch mögliche Sieg sollte nicht sein, als Konrad Wilczynski Sekunden vor Schluss mit einem Strafwurf an Gästekeeper Dan Beutler scheiterte (lenkte den Ball mit der linken Hand an den Pfosten). Die angenehme Nebensache aber: Die Gastgeber sind nun seit mehr als einem Jahr im eigenen Fuchsbau ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert auf den 17. Februar 2010 - gegen wen? Gegen Flensburg (25:26).

Die Nordlichter, ohne die langzeitverletzten Knudsen, Carlén und Mogensen sowie ohne Viktor Szilagyi (wurde knieverletzt nicht eingesetzt) spielten in der Abwehr stark und mit einem noch stärkeren Beutler dahinter. Die SG spielte im Angriff wesentlich effektiver (Boesen) als ihr Kontrahent, zumindest 40 Minuten lang, ehe die Hausherren mit ihren bekannten kämpferischen Tugenden die Partie fast noch zu ihren Gunsten entschieden hätten.

Zuletzt mussten beide Seiten doch einen Punkt liegen lassen. "Wir wollten zwei Punkte und hätten sie auch verdient gehabt", sagte Flensburgs Cheftrainer Ljubomir Vranjes, musste aber auch zugeben: "24 Tore in Berlin, dass ist ein gutes Ergebnis angesichts der Tatsache, dass wir nicht so viele Alternativen hatten."


Noch Steigerungspotenzial

Die Füchse präsentierten sich in der ersten Hälfte da, wo sie in Melsungen aufgehört hatten: Nicht ganz bei der Sache (18 Angriffe ohne Torerfolg). Erst allmählich nach der Pause funktionierte das Zusammenspiel im Angriff immer besser, aber noch erhebliche Steigerungsmöglichkeiten offen lassend. Füchse-Coach Dagur Sigurdsson lobte den Einsatzwillen seiner Mannschaft: "Wir können mit dem Ergebnis leben." Und auch Füchse-Manager Bob Hanning sieht den Tabellendritten auf dem richtigen Weg: "Auf diesem Spiel lässt sich aufbauen, denn wir haben uns aus einem Loch heraus wieder in die Partie zurück gekämpft." Beide Füchse-Bosse sahen aber auch, dass die Aufbauspieler Jaszka, Christophersen, Petersson und Kubisztal nur sehr schwer in das Spiel fanden und erheblich Steigerungsmöglichkeiten im Positionsspiel und im Abschluss erkennen ließen.