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Baldiges Comeback nach Augen-Operation

Sesum fordert harte Strafe

Der während des EM-Halbfinals schwer am Auge verletzte Handball-Profi Zarko Sesum hofft noch in dieser Saison auf sein Comeback bei den Rhein-Neckar Löwen.

«Ich hoffe, dass ich in zwei, drei Wochen ins Training zurückkehren kann. Ich möchte in dieser Saison noch ein paar Spiele für die Löwen absolvieren», sagte der 25 Jahre alte Serbe in einem Interview auf der Internetseite seines Vereins.

Sesum war im Januar während des EM-Halbfinals zwischen Kroatien und Serbien von einem Wurfgeschoss aus den Zuschauerrängen am rechten Auge getroffen worden. In der vergangenen Woche wurde er im Universitätsklinikum Heidelberg operiert. «Im Moment muss ich mich schonen und darf keine schnelle Bewegungen machen, damit die eingesetzte Linse im Auge keinen Gefahren ausgesetzt ist», erklärte der Rückraumspieler. «Ich sehe auch noch etwas verschwommen auf dem rechten Auge. Etwas Geduld ist also noch angesagt, aber insgesamt sind die Ärzte zufrieden mit der OP und dem Heilungsverlauf.»

Die Zuschauer-Attacke nennt Sesum «eine Katastrophe», die ihn auch um die Chance gebracht hat, an einem EM-Finale teilzunehmen. «Das ist tragisch, denn jeder Sportler hat nur einmal in seiner Karriere die Möglichkeit, in einem Endspiel bei einem großen Turnier im eigenen Land zu spielen», meinte er. «Auf diesen Traum habe ich hingearbeitet und das wurde mir auf diese Art brutal genommen. Ich hoffe allerdings, dass der Werfer gefunden und hart bestraft wird. Denn das würde sicher eine abschreckende Wirkung haben.»