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SG Flensburg will Rang drei behalten

Die Rückkehr auf Rang drei in der Bundesliga weckt bei der SG Flensburg-Handewitt die Hoffnung auf ein Comeback in der Champions League. "Das ist ein Signal an die Konkurrenz, dass wir angreifen. Es sind noch viele Spiele übrig, aber wir gucken auf den dritten Platz", sagte Teammanager Ljubomir Vranjes. Beim Sieg über Magdeburg lief allerdings noch nicht alles rund. Mehrfach legten die Flensburger klare Führungen vor, doch die selbstbewusst und diszipliniert agierenden Gäste knickten nicht ein. Bis zu 56. Minute: Da setzte die SG die entscheidende Kombination zum K.o. an. Beim Stand von 23:21 hielt Torhüter Dan Beutler gegen den frei werfenden SCM-Kreisläufer Bartosz Jurecki. Unmittelbar danach trafen Lasse Svan Hansen und Thomas Mogensen zum 25:21. "In der Endphase war es auch die Cleverness der Flensburger, die die Entscheidung gebracht hat", stellte Magdeburgs Interims-Manager Steffen Stiebler fest. Allerdings bescheinigte er dem neuen Trainergespann Sven Liesegang und Oleg Kuleshow auch, dass strukturelle Veränderung schon positiv sichtbar werden und dass sich die Mannschaft in Flensburg teuer verkauft hat. Viel früher wären für Magdeburg die Lichter ausgegangen, wenn nicht Gerrie Eijlers hellwach gewesen wäre. Der SCM-Torhüter wehrte 17 Würfe ab. Vorn hielt Linkshänder Andreas Rojewski die Gäste am Leben. Der achtfache Torschütze bereitete der linken SG-Abwehrseite mit Mogensen und Lasse Boesen größte Probleme. Dafür hatten die beiden Rückraumspieler in der Offensive gute Momente. Mogensen gefiel mit schönen Anspielen, Boesen mit Spiellaune und Zug zum Tor. Sieggaranten für die SG waren aber vor allem der Abwehr-Mittelblock mit Tobias Karlsson und Jacob Heinl sowie Keeper Beutler.

Heilfroh war SG-Trainer Per Carlén, dass die erste Hürde nach der EM glücklich genommen wurde. "Man darf nicht vergessen, dass wir sonst sechs Tage die Woche zusammen sind", sagte Carlén, "da ist Krieg im Training, da muss man kämpfen und Leistung bringen, da entsteht ein Rhythmus. Der ist nach der EM-Pause noch nicht wieder da." Ebenso wie Michael Knudsen. Das lädierte rechte Knie zwingt den Kreisläufer zu drei weiteren Wochen Pause.

Magdeburg beklagt den Ausfall von Yves Grafenhorst, der sich in Flensburg kurz vor der Pause vermutlich einen Muskelfaserriss zugezogen hat.