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Silvio Heinevetter lässt die Füchse jubeln

In einem packenden und hart umkämpften, aber jederzeit fairem Schlagabtausch schrammte die TSV Hannover-Burgdorf an einer erneuten Sensation vorbei und unterlag den Füchsen Berlin am Ende nur knapp mit 26:28.

Die Gastgeber hatten mit einer schnellen 5:2-Führung den besseren Start, was Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson schon nach acht Minuten zu einer Auszeit veranlasste. Der Isländer stellte von der 6:0-Deckung auf eine 5:1-Formation um und die Hausherren damit zunächst vor Probleme. Die Niedersachsen ließen sich zu einigen vorschnellen und überhasteten Abschlüssen hinreißen, so dass die Hauptstädter nach einer Viertelstunde erstmals wieder zum 7:7 ausgleichen konnten und sich nachfolgend bis zur Pause eine zwei-Tore-Führung erspielten.

Nach 47 Minuten lagen die Gäste beim 20:24 gar mit vier Treffern in Front und wähnten sich auf der sicheren Seite. Doch die kampfstarken Hausherren gaben sich nicht geschlagen, nutzten unter anderem eine Überzahlsituation zu zwei Toren und schafften nach 55 Minuten beim 24:24 erneut den Ausgleich. "Eigentlich biegst du als Heimmannschaft so ein Ding um, wenn du einen solchen Rückstand aufgeholt hast. Aber immer wenn die Füchse es brauchten, waren sie erfolgreich", orakelte Burgdorfs Trainer Frank Carstens.

Bis zum 26:26 blieb es eng, erst in den letzten 60 Sekunden schlug das Pendel zugunsten der Berliner aus. Zunächst verwandelte Kjetil Strand einen umstrittenden Siebenmeter (Carstens: "Diesen Pfiff muss man so kurz vor Schluss nicht unbedingt machen!") zum 26:27, danach hatte Jacek Bedzikowski, der einen rabenschwarzen Tag erwischte, den Ausgleich auf der Hand, scheiterte aber freistehend am überragenden Gäste-Keeper Silvio Heinevetter, der Berlin mehrfach vor Unheil bewahrte.

Die Füchse kamen so noch einmal in Ballbesitz und der glänzend aufgelegte Michal Kubisztal machte 28 Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem achten Treffer zum 26:28 den Auswärtserfolg perfekt. "Wir haben dieses schwierige Spiel erwartet und sind insofern glücklich über den Sieg. Mit 4:2 Punkten war es eine gute Woche für uns. Wir werden jetzt weiter von Spiel zu Spiel denken und versuchen, noch den ein oder anderen Platz zu klettern", lächelte Füchse-Coach Sigurdsson.

Und Frank Carstens mochte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen: "Sie hat leidenschaftlich gekämpft, am Ende waren es Kleinigkeiten, die die Partie entschieden haben. Uns fehlte unter anderem die Präzision im Passspiel und im gruppentaktischen Verhalten."