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Christophersen angeblich von Lemgo und Flensburg umworben

"Smörre" verlässt Wetzlar

Sven-Sören Christophersen wird die HSG Wetzlar zum Saisonende verlassen. Wie der aktuelle Bundesliga-Zwölfte mitteilte, habe der 24-Jährige ein finanziell deutlich aufgebessertes Angebot der Hessen abgelehnt. Der neue Verein des linken Rückraumspielers ist noch nicht bekannt.

In der Gerüchteküche werden sein früherer Klub TBV Lemgo und die SG Flensburg-Handewitt als Interessenten an den Diensten von "Smörre", so sein Spitzname, gehandelt. Bei seinem ersten Engagement in Lemgo hatte sich Christophersen nicht durchsetzen können: Daher wurde er in der Saison 2006/2007 an Eintracht Hildesheim sowie in der Rückrunde 2008 an den Wilhelmshavener SV jeweils ausgeliehen.

TBV-Trainer Mudrow holte ihn zur HSG

Mit beiden Vereinen stieg der Nationalspieler, der in 27 Länderspielen 47 Treffer erzielte, aus der Bundesliga ab. In Wetzlar spielt er seit der vergangenen Saison. Dorthin hatte ihn Trainer Volker Mudrow geholt, der mittlerweile beim TBV Lemgo tätig ist und einen Umbau der Ostwestfalen angekündigt und begonnen hat . . .

Djordjic und Mraz vorhandene Alternativen

„Wir sind bei den allzeit fairen Vertragsverhandlungen mit ‚Smörre‘ bis zum Äußersten gegangen, haben ihm deutlich mehr Gehalt geboten – einen hohen fünfstelligen Betrag. Letztlich hat er sich aber gegen unser Angebot entscheiden“, erklärt HSG-Geschäftsführer Sascha Schnobrich. „Der Entschluss, Wetzlar zu verlassen, ist mir alles andere als leicht gefallen“, sagte Christophersen, der sich mit der DHB-Auswahl derzeit auf die Europameisterschaft in Österreich vorbereitet. „Es war eine Entscheidung für meine sportliche Entwicklung, nicht gegen die HSG.  Ich weiß, was ich an dem Verein, meinen Mitspielern und den tollen Fans habe. Ich kann allen nur versichern, dass ich bis zum Saisonende alles für die HSG Wetzlar tun und mich einhundertprozentig ins Zeug legen werde, damit wir erfolgreich sind!“

„Sein Entschluss trifft uns nicht unvorbereitet“, so Schnobrich. „Wir haben unsere Fühler bereits nach zahlreichen interessanten Talenten ausgestreckt, die nicht nur sportlich, sondern auch finanziell und menschlich zu uns passen. Zudem haben wir mit Petar Djordjic einen Nachwuchsspieler in unseren Reihen, der in dieser Saison bereits bewiesen hat, dass er Topleistungen auf der Königsposition bringen kann. Nicht zu vergessen ist der tschechische Nationalspieler Alois Mraz, der auch im linken Rückraum spielen kann.“