VfL Gummersbach - Sonderlob für Wisotzki und TSV-Torhüter Vortmann - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Sonderlob für Wisotzki und TSV-Torhüter Vortmann

Das erlebt man selten, dass der Trainer der Verlierermannschaft mit seinen Jungs "sehr zufrieden" ist, während der siegreiche Coach mit seiner Truppe hadert. So geschehen im Mittelrhein-Derby, das der VfL Gummersbach gegen den abstiegsgefährdeten Gast aus Dormagen zwar verdient und ungefährdet gewann, aber bei diesem Arbeitssieg wenig spielerischen Glanz verbreitete. So gewährte die VfL-Abwehr den Rückraumschützen viel zu viele Freiräume, so dass Goran Stojanovic im VfL-Gehäuse ein ums andere Mal im Stich gelassen wurde und sich in der Schlussphase entnervt auswechseln ließ. Die Deckungsschwächen der Gastgeber nutzte vor allem Florian Wisotzki, der mit acht Feldtoren eine überragende Partie bot. Ein weiteres Sonderlob von seinem Trainer Kai Wandschneider erntete der junge Torhüter Jens Vort mann, der einige hundertprozentige Chancen zunichte machte.

Dormagen gestaltete die Partie bis zum 6:6 ausgeglichen, war auch beim 21:20 (42.) noch im Bereich einer Überraschung, aber Zrnic (per Siebenmeter), Wagner und der junge Eisenkrätzer mit einem Doppelschlag sorgten wieder für klare Verhältnisse. Danach verwaltete der VfL Gummersbach seinen Vorsprung, während die befreit aufspielenden Dormagener Selbstvertrauen für das Schlüsselspiel im Abstiegskampf gegen GWD Minden tankten." Wir waren bis auf ein Tor am VfL dran. Doch dann hat Gummersbach in den entscheidenden Minuten das Tempo angezogen. Da fehlt uns die Erfahrung, die richtigen Dinge im richtigen Moment zu machen. Phasenweise hatten wir die jüngste Bundesligamannschaft aller Zeiten auf dem Parkett. Ich bin begeistert über die Moral meiner Spieler, das macht mir Hoffnung für die schweren Spiele in den kommenden Wochen", sagte Dormagens Trainer Kai Wandschneider.