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Szilagyi macht den Unterschied

Als Michael Roth beim Stand von 19:24 (51.) eine Auszeit nahm, wollte der Wetzlarer Trainer dem Spiel gegen Gummersbach noch eine Wende geben, doch dazu war sein Team einfach zu schwach. Gegen die keineswegs starken Gäste verloren die im Angriff desolat agierenden Mittelhessen sogar mit 24:32 (10:12) und wurden am Ende vorgeführt.

"Der Gesamtauftritt der Mannschaft war enttäuschend. Wir hatten von der ersten Minute an schwere Beine. Wir hatten kein Timing und keine Durchschlagskraft", bilanzierte Roth treffend. Erst nach elf Minuten und 17 Sekunden erzielte die HSG, die bis dahin schon siebenmal an VfL-Keeper Goran Stojanovic gescheitert war, durch Kapitän Timo Salzer ihr erstes Tor zum 1:2. Gestützt auf Torwart Nikolai Weber lagen die Gastgeber nach 19 Minuten zwar mit 7:5 vorn, bevor der Gast kurz nach der Pause mit 10:14 (31.) erstmals mit vier Toren in Führung ging.

Bis zum 19:21 (48.) konnten die Grün-Weißen aus Wetzlar noch mithalten, bevor sie "in dem sehr schlechten Spiel gegen keinen Supergegner", so Michael Roth, völlig in sich zusammenbrachen. Vor allem gegen den zehnmal erfolgreichen VfL-Rückraumspieler Viktor Szilagyi fanden die Gastgeber vor nur insgesamt 3250 Zuschauern in der Rittal-Arena überhaupt kein Mittel. "So dürfen wir uns nicht präsentieren", brachte Nikolai Weber die schwache Vorstellung der HSG Wetzlar , die nie einen Spielrhythmus fand, sich in Einzelaktionen verstrickte und sich immer wieder in der VfL-Deckung festrannte, ohne die Kreis- oder Außenspieler einzubeziehen, auf den Punkt. "Wir haben vor allem in den ersten zehn Minuten viel zu früh den Abschluss gesucht und hatten keine Geduld, unsere Abgriffe vorzubereiten", ärgerte sich HSG-Manager Rainer Dotzauer.

Dagegen freute sich Viktor Szilagyi, dass sich sein Team trotz der hausgemachten Finanzprobleme als Einheit präsentiert hatte. "Wir können dem Verein nur helfen, indem wir erfolgreich spielen. Da geht es uns wie den Opel-Mitarbeitern. Für die macht es auch keinen Sinn, in ihrer Situation weniger zu arbeiten."