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Szmal und Alvanos machen Unterschied

Im Prestigeduell mit dem badischen Rivalen erwischten die Schwaben einen Auftakt nach Maß: Nach einem Löwen-Ballverlust hämmerte Felix Lobedank das Spielgerät in Zeitnot in die Maschen. Auch in der Folgezeit spielte der HBW auf Augenhöhe mit dem Champions League-Halbfinalisten, der sich gegen die aggressive 3:2:1-Abwehr der Schwaben sehr schwer tat. Auch ein Doppelschlag von Karol Bielecki zum 4:3 für die Löwen brachte keine Ruhe ins Spiel des Favoriten, der ab der siebten Minute auf Keeper Henning Fritz verzichten musste. Der Weltmeister von 2007 prallte beim Konter außerhalb des Wurfkreises mit Dennis Wilke zusammen und sah regelkonform die Rote Karte. Schon vorher war Löwen-Kreisläufer Bjarte Myrhol mit einer klaffenden Platzwunde in die Kabine marschiert: Ihn hatte der Wurfarm von Philip Müller oberhalb des Auges erwischt.

Angetrieben von 2300 Zuschauern blieb die Truppe von Trainer Rolf Brack weiter dran, doch die Württemberger ließen gegen den starken Slawomir Szmal einfach zu viele Chancen aus. Trotzdem lag der Außenseiter vorne. Nach 21 Minuten erstmals mit zwei Toren - 10:8. Doch die Chancenauswertung blieb das große Manko der Balinger, die klarer hätten führen können - wenn nicht sogar müssen. Doch der HBW ging weiter hohes Tempo, machte viele Fehler und kassierte den erneuten Ausgleich. Bielecki egalisierte 120 Sekunden vor der Pause (11:11). In Überzahl erspielten sich die Löwen sogar eine mehr als schmeichelhafte 12:11-Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel drängten die Mannheimer auf eine schnelle Entscheidung und lagen drei Minuten nach Wiederanpfiff erstmals mit vier Toren vorne: Gensheimer, Bielecki und Alvanos sorgten zunächst für klare Verhältnisse. Allein HBW-Keeper Nikola Marinovic hielt die Schwaben im Spiel und nach dem dritten Hojc-Treffer keimte so etwas wie Hoffnung auf. Doch der Titelaspirant konterte und legte nach 38 Minuten erstmals fünf Tore vor - zum 17:12. Das reichte den Löwen, die fortan das Ergebnis konsequent verwalteten. Der HBW mühte sich nach Kräften, doch die fehlten eben nach den intensiven ersten 30 Minuten. Sportwissenschaftler Brack setzte nun alles auf eine Karte und brachte den siebten Feldspieler.

Nach drei Balinger Toren in Folge schien knapp neun Minuten vor dem Ende beim 18:20 wieder alles offen. Diesmal war es an Lindgren, welcher sein Personal zu einer einminütigen Ansprache bat. Das funktionierte: Oliver Roggisch hielt hinten den Laden dicht und traf vorne. Das war’s!