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TBV mit Susi Sorglos

Nominell standen die gleichen Namen wie beim grandios erkämpften Einzug ins EHF-Pokalfinale auf dem Papier. Doch irgendwie schien sich beim 27:26 (14:15) gegen den TSV Dormagen der Name Susi Sorglos in die Aufstellung des TBV Lemgo eingeschlichen zu haben.

Erst eine Siebenmeterparade von Martin Galia gegen den zuvor fünfmal sicher vom Punkt verwandelnden Niederländer Michiel Lochtenbergh ebnete in der Schlussminute den Weg zum Zittersieg. Auf der Gegenseite überwandt Lochtenberghs Landsmann Mark Schmetz 28 Sekunden vor dem Abpfiff den zuvor bereits dreimal beim Siebenmeterduell siegreichen Jens Vortmann zum vorentscheidenden 27:25. "Von der Dramatik her war das Spiel für das Publikum super. Wenn es dann so ausgeht, lasse ich es mir gefallen", übte sich der gestresste Trainer Volker Mudrow äußerlich in Milde, ohne allerdings zwei gravierende Kritikpunkte zu übersehen. "In der ersten Hälfte fehlte es sowohl hinten wie vorne an der nötigen Einstellung." Außerdem habe die fehlende Präsenz des nur bei Siebenmetern aufs Feld geschickten Michael Kraus (Rippenprellung) nicht kompensiert werden können. Ilyes und Kubes, ansonsten zumeist auf Abwehrmaloche spezialisiert, blieben bei ihren Freiheiten im Angriff einen Treffer schuldig. Besser machte es Tamas Mocsai, der nach 15 Minuten den am Knie verletzten Martin Strobel ersetzte und mit fünf Treffern ein ebenso wichtiger Siegfaktor war wie Florian Kehrmann (4), der die Lipper Anfang der zweiten Hälfte mit einigen rasanten Soli aus ihrer Lethargie erweckte. "Vielleicht hatten wir schon die Europapokalendspiele sowie das Dienstagspiel in Gummersbach im Kopf. Doch am Ende zählt nur, dass wir die Ruhe nicht verloren haben und den Karren noch aus dem Dreck ziehen konnten", meinte Kehrmann.