Trainer-Tipp - THW Kiel hängt HSV Hamburg ab - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Trainer-Tipp

THW Kiel hängt HSV Hamburg ab

Die Ziele sind gleich, die Etats sind identisch - doch am Ende wird nach Ansicht der Experten wie immer der THW Kiel die Nase vorn haben. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa nannten die 18 Bundesliga-Trainer den Titelverteidiger 17 Mal als Nummer 1.

Mit ihrer Prognose erteilten die Trainer einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Nord-Rivalen HSV Hamburg eine Absage. Der Vorjahreszweite bekam nur zehn Nennungen. In der Befragung, bei der Mehrfachnennungen möglich waren, folgten die Rhein-Neckar Löwen (6) sowie der TBV Lemgo und die SG Flensburg-Handewitt (je 2) auf den nächsten Plätzen.

Vor allem der Transfercoup des Franzosen Daniel Narcisse von Chambery HB an die Förde hat Kiels erwartete Spitzenstellung befeuert. «Wenn der Transfer von Daniel Narcisse noch klappt, wird der THW Kiel erneut Meister. Ansonsten hat auch der HSV Hamburg gute Chancen», sagte Göppingens Trainer Velimir Petkovic. Am 27. August hatte der deutsche Rekordmeister Vollzug gemeldet: Der Olympiasieger und Weltmeister aus Frankreich unterschrieb einen Vierjahresvertrag bis 2013. Zwar fehle noch eine Unterschrift aus Chambery. «Aber der erste große Schritt ist mit der Vertragsunterzeichnung durch Daniel getan», erklärte Geschäftsführer Uli Derad.

Auf seiner Internetseite hat der Club bereits eine Immobilienanzeige geschaltet, um für seinen neuen Star ein Domizil zu finden. «Für Familie Narcisse sucht der THW ein Einfamilienhaus oder Reihenhaus, mind. 130 qm, im Raum Melsdorf, Russee oder Kronshagen, das sofort bezugsfrei ist», inserierte der Rekordmeister. Mit Narcisse, der unter Trainer Alfred Gislason bereits beim VfL Gummersbach spielte, hat der Titelverteidiger adäquaten Ersatz für dessen nach Montpellier abgewanderten Landsmann Nikola Karabatic verpflichtet. Der 29-Jährige, dessen Ablösesumme unter einer Million Euro liegen soll, kann auch die nach dem Karriereende von Stefan Lövgren (Schweden) verwaiste Spielmacher-Rolle einnehmen.

«Wir haben zwar mit Stefan Lövgren, Nikola Karabatic und Vid Kavticnik namhafte Abgänge, aber wir werden den gleichen Standard haben wie im letzten Jahr», sagte Gislason und nannte den HSV Hamburg und die Rhein-Neckar Löwen als ärgste Widersacher. Denn auch der HSV und die Mannheimer haben sich dank sprudelnder Geldquellen exquisit verstärkt. Die Hamburger, wie Kiel mit einem Etat von 7,5 Millionen Euro ausgestattet, lotsten mit Jung-Star Domagoj Duvnjak, der in Kroatiens Nationalmannschaft die Nachfolge von Ausnahme-Handballer Ivano Balic antritt, und Kreisläufer Igor Vori zwei Spitzenkräfte von HC Croatia Zagreb an die Alster. «Wir mussten reagieren, um konkurrenzfähig zu bleiben. Kiel hat mit Narcisse kräftig nachgelegt. Unser sportliches Ziel ist es, um alle drei Titel zu spielen», erklärte HSV-Präsident Andreas Rudolph.

Die Rhein-Neckar Löwen, die mit geschätzten 7,0 Millionen Euro planen, haben ihren Kader mit dem Linkshänder Olafur Stefansson (Ciudad Real), Kreisläufer Carlos Prieto (Valladolid) und Nationalspieler Michael Müller (Großwallstadt) veredelt. «Wir haben einen starken und breiten Kader, der den ersten Titel holen kann. Aber Geduld und Ruhe sind dabei wichtige Tugenden», sagte Löwen- Manager Thorsten Storm.

Stimmen Sie ab - kann der HSV diese Saison den Titel holen? Oder schreiben Sie uns über die Kommentarfunktion, wer Ihrer Meinung nach Deutscher Meister wird.

 

Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung.
  • E-Mail-Adresse und Namen
    merken
  • (*Pflichtfelder; E-Mail-Adresse
    wird nicht veröffentlicht)
  • Kommentar absenden