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9,5 Millionen Euro

THW Kiel mit einem Rekordetat

Mit einem Rekordetat von 9,5 Millionen Euro nimmt der THW Kiel die 17. deutsche Meisterschaft ins Visier. «Wir wollen um jeden Titel mitspielen, und auch den einen oder anderen einfahren», sagte THW-Geschäftsführer Uli Derad bei der offiziellen Saisonpressekonferenz des Rekordmeisters.

Als Neuzugänge stellte der deutsche Titelverteidiger und Champions-League-Sieger den tschechischen Abwehrspezialisten Daniel Kubes (aus Lemgo) sowie den serbischen Kreisläufer Milutin Dragicevic (Silkeborg/Dänemark) vor. Derzeit planen die «Zebras» keine weitere Verpflichtung, um den verletzten Rückraumstar Daniel Narcisse (Kreuzbandriss) zu ersetzen. «Darüber denken wir nicht nach», erklärte Derad. Hingegen scheint eine Verlängerung des Kontraktes mit Ex-Nationalspieler Christian Zeitz nur eine Frage der Zeit. «Da bin ich sehr optimistisch», so Derad.

Die Kampfansagen der Konkurrenz aus Hamburg (HSV) und Mannheim (Rhein-Neckar Löwen), in den Titelkampf eingreifen zu wollen, nahmen die Kieler gelassen auf. «Unser Ziel ist, immer das nächste Spiel zu gewinnen», meinte THW-Kapitän Marcus Ahlm lakonisch. Erfolgstrainer Alfred Gislason bewies Respekt vor dem HSV und den Löwen: «Beide Teams werden, da sich deren Struktur kaum verändert hat, in dieser Saison deutlich stärker sein», glaubt der 50-jährige Isländer. «Beide Teams sind mit uns auf Augenhöhe.» Im ersten Vergleich steht der THW am 24. August in München dem HSV im Supercup gegenüber.

Andererseits spielte der THW eine herausragende Vorbereitung. «Das liegt daran, dass wir keine neuen Rückraumspieler einbauen mussten, sondern lediglich einen Abwehr- und einen Kreisspieler», erklärte Ahlm. «Auch wir sind deutlich besser eingespielt als im letzten Jahr. Die beiden Zugänge haben sich bestens integriert, und die Torhüter Thierry Omeyer und Andreas Palicka haben starke Leistungen abgeliefert», sagte Gislason.

«Wir sind sportlich, finanziell und organisatorisch sehr gut aufgestellt», erklärte THW-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus-Hinrich Vater. Der Unternehmer freute sich darüber, dass gut ein Jahr nach dem Manipulationsskandal, in dessen Zuge Manager Uwe Schwenker den Verein verließ, wieder Ruhe eingekehrt ist. «Das war das Ziel. Unser Konzept ist sehr erfolgreich umgesetzt worden», sagte Vater, der den Club seit Sommer 2009 führt.