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DKB Handball-Bundesliga

Topspiel in Hamburg – Die Liga geht am Stock

Der eigentliche Auftakt der Rückrunde in der DKB Handball-Bundesliga am kommenden Wochenende wird von einem Nachholspiel vom 14. Spieltag in den Schatten gestellt. Bereits am Samstagnachmittag kommt es in der Hamburger O2-World zum Verfolger-Duell zwischen Champions-League-Sieger HSV Hamburg und den Rhein-Neckar Löwen. Der Auftakt der „nordischen Woche“ bescherte den Mannheimern einen „historischen Sieg in Kiel“. Mit dem Triumph im Pokalviertelfinale in der Sparkassenarena setzten die Löwen ein ganz dickes Ausrufezeichen, welches man auch in Hamburg aufmerksam registriert haben wird. Für die beiden punktgleichen Teams auf den Rängen vier und fünf gilt Verlieren verboten, will man den Anschluss an das Führungsduo aus Flensburg und Kiel nicht verlieren.

Die EM-Pause im Januar kommt für einige Akteure - je nach Betrachtungsweise - entweder zu spät oder genau richtig. Fakt ist, dass die Verletzungssorgen bei etlichen Vereinen einfach nicht aufreißen wollen. So hat sich Eisenachs Halbrechter Girts Lilienfelds nach einer schweren Verletzung zu Saisonbeginn nun erneut schwer verletzt. Beim Ostrivalen in Magdeburg sieht es ähnlich düster aus, nachdem sich nun mit Kapitän Fabian van Olphen eine weitere Stammkraft länger ausfällt. Und auch in Wetzlar sehnt man die Pause herbei, die für Nationalspieler Steffen Fäth nach seiner Knieverletzung im Pokalspiel gegen Balingen schon begonnen hat.


Nachholspiel vom 14. Spieltag:
Sa., 15.00 Uhr – O2-World, Hamburg:
HSV Hamburg (5.) - Rhein-Neckar Löwen (4.) – live bei Sport 1

An den 7. November 2012 werden sich die Fans des HSV Hamburg nicht sonderlich gerne erinnern. Dank eines überragenden Niklas Landin im Tor stürmten die Löwen mit 30:23 erstmals die O2-World. Damals gelang den Mannheimern ein ähnliches Husarenstück wie jetzt am Mittwoch im Pokal in Kiel. Die Mannen von Gudmundur Gudmundsson sind jedenfalls gerüstet für das Topspiel beim Champions-League-Sieger. Die Hamburger, die bereits drei Punkte daheim liegen gelassen haben, sind also gewarnt. Um die Punkte daheim zu behalten, bedarf es einer konzentrierten Abwehr- und Torhüterleistung. Ex-Nationaltorhüter Johannes Bitter zeigte sich trotz einer Sehnenentzündung im linken Handgelenk zuletzt in guter Verfassung. „Dass er es trotz dieser Verletzung kann, hat er in den letzten Wochen bewiesen. Er weiß, den Schmerz wegzustecken“, lobte Trainer Martin Schwalb seine Nummer eins wohlwissend, dass das Torhüterduell am Samstag mitentscheidend sein wird.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             9 Spiele – 7 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage – 271:235 Tore
Auswärts:      9 Spiele – 4 Siege, 0 Unentschieden, 5 Niederlagen – 276:274 Tore
Gesamt:         18 Spiele – 11 Siege, 1 Unentschieden, 6 Niederlagen – 547:509 Tore
Letzte Saison: 23:30

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
HSV:
N – S U – S – S
RNL: N – S S – S S

Es fehlen: Pfahl (Einsatz fraglich) – Sesum (Knie)

Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow (Stuttgart)

 

Sa., 15.00 Uhr – Flens-Arena, Flensburg:
SG Flensburg-Handewitt (1.) – TSV GWD Minden (14.)

„Ich freue mich über das Weiterkommen. Das Spiel selbst möchte ich aber möglichst schnell aus meinem Gedächtnis streichen“, sprach ein erleichterter Ljubomir Vranjes nach dem hauchdünnen 27:26 im Pokal-Achtelfinale bei Zweitligist EHV Aue. Der Coach der SG konnte sich besonders bei Keeper Sören Rasmussen bedanken. Der Däne, der Anfang der Woche seinen Abschied aus Flensburg zum Saisonende verkündet hatte, avancierte mit zahlreichen Paraden, darunter zwei gehaltene Siebenmeter, zum Mann des Tages. Nachdem die SG in Aue mit einer leichten Schramme davongekommen ist, will sich das Team vor eigener Kulisse gegen GWD Minden rehabilitieren. Die Gäste, die sich in den letzten Wochen leicht von den direkten Abstiegsplätzen abgesetzt haben, reisen mit nur einem Auswärtspunkt als krasser Außenseiter an die Förde.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             18 Spiele – 13 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage – 453:379 Tore
Auswärts:      19 Spiele – 10 Siege, 2 Unentschieden, 4 Niederlagen – 457:419 Tore
Gesamt:         37 Spiele – 23 Siege, 4 Unentschieden, 5 Niederlagen – 910:798 Tore
Hinspiel: 23:18 – Letzte Saison: 30:19

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
FLE:
S – S – S – S - S
GWD:
S – N S S – N

Es fehlen:
Kaufmann (Knie-OP) – Schäpsmeier (Achillessehnenabriss)

Schiedsrichter: Hörath/Hofmann (Ammerndorf)

 

Sa., 19.00 Uhr – Lipperlandhalle, Lemgo:
TBV Lemgo (10.) – HSG Wetzlar (11.)

Zwei im Pokal erfolgreiche Teams treffen in der Lipperlandhalle aufeinander. War der Heimerfolg der HSG Wetzlar gegen Balingen durchaus erwartet worden, überraschte der Lemgoer 33:24-Triumph in Lübbecke besonders in seiner Deutlichkeit. Nach dem souveränen Heimsieg zuletzt gegen Balingen schickt sich der TBV an, sich im gesicherten Mittelfeld festzusetzen. Die gilt auch für Tabellennachbarn aus Wetzlar. Allerdings wurde der Pokalerfolg gegen Balingen durch die schwere Verletzung von Steffen Fäth getrübt. Der Nationalspieler, mit 14 Toren der überragende Werfer der Partie, zog sich kurz vor Spielende eine Innenbandriss im linken Knie zu und fällt mindestens sechs Wochen aus. Damit haben sich die Chancen der HSG, erstmals beim TBV zu punkten, nicht gerade erhöht.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             15 Spiele – 15 Siege, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen – 474:345 Tore
Auswärts:      16 Spiele – 11 Siege, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen – 453:417 Tore
Gesamt:         31 Spiele – 26 Siege, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen – 927:762 Tore
Hinspiel: 28:26 – Letzte Saison: 30:27

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
TBV:
S – N – S – U – S
WET: S S – N S U

Es fehlen: Bechtloff (Blinddarm-OP) – Fäth (Innenbandriss Knie), Valo (Knie-OP), Krause (Oberschenkel)

Schiedsrichter: Fleisch/Rieber (Ostfildern/Nürtingen)

 

Sa., 19.00 Uhr – Swiss-Life-Hall, Hannover:
TSV Hannover-Burgdorf (8.) – ThSV Eisenach (17.)

Eine Fülle von Verletzungen, dazu die Doppelbelastung im Europapokal – die TSV Hannover-Burgdorf ging zuletzt auf dem Zahnfleisch. Nach zwei deutlichen Heimniederlagen sehnen sich die Niedersachsen nach der EM-Pause. Für den Gast aus Thüringen eigentlich die Gelegenheit, das Schwächeln der Niedersachsen auszunutzen. Doch genau wie TSV-Coach Christopher Nordmeyer hat auch sein Eisenacher Pendant Adalsteinn Eyjolfsson mit personellen Sorgen zu kämpfen. Abwehrspezialist Branimir Koloper muss nach einer Bandscheiben-Operation weiterhin pausieren. Rückraumstratege Hannes Jon Jonsson ist aufgrund von Knie- und Schulterproblemen seit Anfang Dezember zum Zuschauen verurteilt. Die Eisenacher hoffen, dass der Isländer ab Februar wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Zu allem Überfluss zog sich Rückraumspieler Girts Lilienfelds im Spiel in Flensburg einen Bruch im rechten Unterarm zu. Der Linkshänder fällt erneut mindestens drei Monate aus.


Die bisherige Bilanz:
Bisher erst eine Begegnung in der DKB Handball-Bundesliga.
Hinspiel: 29:28

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
HAN:
N – N – S – N N
EIS:
N S – N N – N

Es fehlen: Buschmann (Ellenbogen), Johannsen (Knie-OP), Mocsai (Knie-OP), Rydergard (Daumenanbruch) – Jonsson (Knie und Schulter), Koloper (Bandscheiben-OP), Lilienfelds (Armbruch)

Schiedsrichter: Behrens/Fasthoff (Neuss)

Sa., 19.00 Uhr – Unihalle, Wuppertal:
Bergischer HC (12.) – THW Kiel (2.)

Einem überzeugenden Auswärtssieg bei den Füchsen in Berlin folgte das überraschende Pokal-Aus daheim gegen die Rhein-Neckar Löwen. Wie wird Rekordmeister THW Kiel auf die Schlappe vom Mittwoch reagieren? Darauf dürften nicht nur die Zuschauer in der seit Wochen ausverkauften Wuppertaler Unihalle gespannt sein. Die Fans der Bergischen Löwen dürften dem Gastspiel der Kieler eher mit gemischten Gefühlen entgegen blicken. Zum einen ist der BHC nach dem tollen Saisonstart in den letzten Wochen etwas aus dem Tritt geraten, zum anderen steht einer Überraschung die bisherige Bilanz entgegen. Gegen die Zebras konnten die Bergischen Löwen bisher noch keinen Blumentopf gewinnen.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             3 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 3 Niederlagen – 73:92 Tore
Auswärts:      4 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 4 Niederlagen – 86:125 Tore
Gesamt:         7 Spiele – 0 Siege, 0 Unentschieden, 7 Niederlagen – 159:217 Tore
Hinspiel: 24:34 – Letzte Saison: --:--

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
BHC:
N – S – N – N N
THW:
S – S – N – S – S

Es fehlen: Gunnarsson (Kieferbruch) – Lauge (Kreuzbandanriss)

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg)

 

So., 17.15 Uhr – Max-Schmeling-Halle, Berlin:
Füchse Berlin (3.) – MT Melsungen (6.)

Die Heimpleite gegen Kiel ist abgehakt: Die Füchse haben sich mit einem 35:28-Auswärtssieg bei Zweitligist Eintracht Hildesheim für das DHB-Pokal-Viertelfinale qualifiziert und dürfen weiter vom Final Four träumen. „Wichtig ist, dass wir ins Viertelfinale eingezogen sind, auch wenn wir wissen, dass wir nicht unsere beste Leistung gezeigt haben. Unser volles Augenmerk liegt nun auf den verbleibenden drei Aufgaben in der DKB Handball-Bundesliga in diesem Jahr“, analysierte Sportkoordinator Volker Zerbe nach der Partie. Aufgabe Nummer eins dürfte die Hauptstädter  vor nicht unerhebliche Probleme stellen. Die MT Melsungen präsentierte sich zuletzt besonders in der Fremde in herausragender Form: Einem 29:19 in Magdeburg folgte ein 34:28 in Hannover. „Wir sind keine Bratwurst mehr“, stellte MT-Coach Michael Roth zufrieden fest. Den Berlinern ist das schon früh in der Saison aufgefallen, verloren sie doch das Auftaktspiel in Nordhessen deutlich mit 23:28.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             6 Spiele – 5 Siege, 1 Unentschieden, 0 Niederlagen – 198:162 Tore
Auswärts:      7 Spiele – 3 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen – 201:193 Tore
Gesamt:         13 Spiele – 8 Siege, 3 Unentschieden, 2 Niederlagen – 399:355 Tore
Hinspiel: 23:28 – Letzte Saison: 27:27

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
BER:
S – S – S – S N
MEL:
U N – S – N – S

Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen)

 

So., 17.15 Uhr – GETEC-Arena, Magdeburg:
SC Magdeburg (7.) – Frisch Auf Göppingen (13.)

Vor dem Rückrundenstart genehmigte SCM-Trainer Frank Carstens seinen Spielern am Donnerstag einen Tag Pause. Seine Mannen dürfen sich statt in der Halle zu quälen auf dem Sofa bequem machen und den kommenden Gegner aus Göppingen per DVD studieren. Hauptaugenmerk legt Carstens mit Blick auf die Gäste auf die Abwehr: „Das ist die Grundvoraussetzung. Wir müssen eine kompakte Wand stellen, um an die Bälle zu kommen. Die Ballgewinne brauchen wir für unser Tempospiel.“ Wer nach der Verletzung von Kapitän Fabian van Olphen neben Michael Haaß im Innenblock decken wird, entscheidet Carstens ebenso kurzfristig, wie den Einsatz des angeschlagenen Kjell Landsberg. Für die Gäste aus Schwaben ist es das erste Punktspiel in der Fremde unter Aleksandar Knezevic. Der Interimstrainer hatte nach seinem Einstand daheim gegen Wetzlar den schwachen Fitnesszustand der Mannschaft beklagt. Zumindest hat die Luft am Mittwoch im Pokal gereicht, um bei Zweitligist Bittenfeld 39:36 nach Verlängerung zu gewinnen.

Die bisherige Bilanz:
Heim:             12 Spiele – 8 Siege, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen – 315:277 Tore
Auswärts:      13 Spiele – 8 Siege, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen – 368:367 Tore
Gesamt:         25 Spiele – 16 Siege, 3 Unentschieden, 6 Niederlagen – 683:644 Tore
Hinspiel: 31:29 – Letzte Saison: 0:0 (SCM verzichtete am letzten Spieltag wegen Hochwasserkatastrophe auf die Austragung und die Punkte)

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
SCM:
N – S N – S S
FAG: S – S N – N U

Es fehlen: Hornke (Handverletzung), Jurecki (Knie-OP), Musche (Muskelfaserriss), van Olphen (Jochbeinbruch) – keiner

Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweier)

 

So., 17.15 Uhr – Emslandhalle, Emsdetten:
TV Emsdetten (18.) – VfL Gummersbach (15.)

Beim VfL Gummersbach ist kurz vor dem Rückrundenauftakt mal wieder Feuer unterm Dach. Nemanja Mladenovic, 19-jähriger Serbe, wurde aufgrund mehrfach undisziplinierten Verhaltens mit sofortiger Wirkung aus dem Kader der Profimannschaft genommen. „Der Rückraumspieler wird in Zukunft nur noch dem Kader der U23 angehören, wo er zuletzt in Varel auch eingesetzt wurde", so der Verein in seiner Pressemeldung. Ruhe herrscht trotz der Roten Laterne beim TV Emsdetten. Der Aufsteiger hat sich noch nicht aufgegeben. Der Sieg gegen Lübbecke und die gute Leistung gegen den stark aufspielenden HSV Hamburg gibt Hoffnung für die Rückrunde.

Die bisherige Bilanz:
Bisher erst eine Begegnung in der DKB Handball-Bundesliga.
Hinspiel: 23:27

Die Formkurve (vergangene 5 Spiele – Heimspiele in fett):
TVE:
N – N S – N N
GUM: N N – S N – N

Es fehlen: keiner – Gaubatz (Knochenbruch, rechter Fuß)

Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski (Berlin)

 

Ausführliche Spiel- und Hintergrundberichte und alle Statistiken zum 18. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga finden Sie am Dienstag, 10. Dezember in der kommenden Ausgabe (Nr. 51) der HandballWoche.