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Lemgo bangt um EC-Startplatz

Trainer Mudrow vor dem Aus

Nach der neunten Saisonniederlage muss der TBV Lemgo um die Teilnahme an den Europapokal-Wettbewerben bangen. Die Ostwestfalen verloren in der Handball-Bundesliga beim heimstarken SC Magdeburg mit 30:37 (12:15) und stecken als Tabellenneunter weiter im Mittelfeld fest.

Klaren Kurs auf den Europacup hat dagegen Frisch Auf Göppingen genommen, die vor einem Monat sogar das direkte Duell in Lemgo gewannen. Die Mannschaft von Velimir Petkovic kam bei Aufsteiger HSG Ahlen-Hamm dank der sechs Tore von Nationalspieler Lars Kaufmann zu einem ungefährdeten 29:22 (18:9).

Im Abstiegskampf verpasste TuS N-Lübbecke den Befreiungsschlag nur knapp. Das Team von Markus Baur unterlag vor 2428 Zuschauern gegen den VfL Gummersbach mit 26:27 (13:13). Einen ersten Schritt aus dem Tabellenkeller machte die TSV Hannover-Burgdorf mit dem 31:29 (15:15) gegen den unmittelbaren Kontrahenten und Neuling TSG Ludwigshafen-Friesenheim. Bereits zuvor hatte sich die HSG Wetzlar mit einem 27:22 (14:12) gegen HBW Balingen-Weilstetten aus der erweiterten Abstiegszone befreit.

In Lemgo dürfte die Unruhe nach der Niederlage größer werden. Zwar verlängerte vor zwei Wochen der TBV-Hauptsponsor (heristo AG) um weitere drei Jahre bis 2014, doch der Club will sich neu orientieren. Nach den Abgängen von Michael Kraus (HSV Hamburg) sowie zur kommenden Saison Holger Glandorf (SG Flensburg-Handewitt) und Martin Galia (TV Großwallstadt) steht auch Trainer Volker Mudrow vor seinem zweiten TBV-Abschied nach 2007.

Nach Informationen der «Lippischen Landes-Zeitung» soll Dirk Beuchler, der bis Saisonende beim Nord-Zweitligisten SV Post Schwerin unter Vertrag steht, sein Nachfolger werden. Grund dafür soll die Neuausrichtung des Vereins sein, der künftig aus Spargründen mehr auf Nachwuchstalente statt hoch bezahlte Stars setzen will. «Ziel ist es weiterhin, dass wir uns für den Europapokal qualifizieren», sagte Lemgos dienstältester Spieler Florian Kehrmann.

In Magdeburg spielte Lemgo lange mit, doch ohne Holger Glandorf, der weiterhin auf die Geburt seines zweiten Kindes wartet und sich zudem im Training noch einen «Hexenschuss» zuzog, fehlte die Durchschlagskraft im Rückraum.

Vor 6541 Besuchern in der Bördelandhalle zeigte Magdeburg die bessere Spielanlage und hatte in Torhüter Gerrie Eijlers einen starken Rückhalt. So führte der SCM frühzeitig mit 13:8 und setzte sich in Hälfte zwei dank eines Zwischenspurts auf 22:16 ab. Lemgo kämpfte sich auch dank der insgesamt acht Treffer von Ferenc Ilyes immer wieder bis auf drei Treffer heran, mehr war aber beim starken SC Magdeburg nicht zu holen.