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Trotz hohen Niveaus noch Verbesserungen möglich

>Viel besser geht es eigentlich nicht. Der TV Großwallstadt hat gegen Hannover ein spielerisches Feuerwerk abgebrannt, das für die kommenden Wochen Einiges erwarten lässt. Und doch fand der neue Trainer Michael Biegler den einen oder anderen Ansatz für Verbesserungen. "In der Abwehr haben wir sehr gut gespielt", sagte Biegler, "vorn können wir noch besser spielen."

Dass der TVG in der Defensive so überzeugend auftreten würde, war vorher nicht unbedingt zu erwarten, denn wie schon gegen Balingen musste er auch diesmal wieder auf Abwehrchef Sverre Jakobsson verzichten. Der Isländer saß nach gerade überstandener Augenverletzung für den Notfall zum Einsatz bereit hinter der Bank. Aber von einem spielerischen Notfall waren die Großwallstädter an diesem Abend so weit entfernt wie die Sahara vom Nordpol. Csaba Szücs machte seine Sache in der Deckungsmitte so gut, dass sich Jakobsson ganz entspannt zurücklegen konnte. Das gleiche galt für Jakobssons Landsmann Einar Holmgeirsson, der zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Spielberichtsbogen stand, aber nur beim Warmlaufen vor dem Spiel im Einsatz war. Beide, Abwehrchef wie Torjäger, sollen in den nächsten Wochen helfen, das hohe Niveau beizubehalten.

Ein Niveau, das Mattias Andersson seit Saisonbeginn zu bringen in der Lage ist. Die Paraden im ersten halben Jahr haben den 31 Jahre alten Torhüter in die schwedische Nationalmannschaft zurückgebracht. Bei der Europameisterschaft konnte Andersson trotz des frühen Ausscheidens der Schweden die Form untermauern. Und seit der Rückkehr von der EM ist er scheinbar noch besser geworden. Kein anderer Torwart in der Bundesliga hat so viele Bälle abgewehrt wie Andersson, 25 Paraden gegen Hannover waren erneut eine phänomenale Quote. "Wir sind auch an einem überragenden Torwart gescheitert", klagte Hannovers Trainer Frank Carstens. "Matze hat Maßstäbe gesetzt", sagte Kreisläufer Jens Tiedtke mit einem Augenzwinkern, "so muss er jetzt immer halten."

Nach dem tollen Start ins neue Jahr mit den zwei erwarteten Heimsiegen gegen Balingen und Hannover, reifen in Großwallstadt Blütenträume. Der Europapokal ist in Sichtweite. "Wir haben den Anschluss nach oben geschafft", sagt Nationalspieler Tiedtke, "mal sehen, was jetzt noch geht."

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