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TVG fängt stark an und lässt stark nach

Michael Roth hatte sich einiges einfallen lassen an alter Wirkungsstätte. In der ersten Halbzeit ließ der Wetzlaer Trainer Großwallstadts Steffen Weinhold offensiv decken. Mit Beginn der zweiten Halbzeit zogen sich die Gäste dann in eine "normale" Deckung zurück, um dann in den letzten elf Minuten alles auf eine Karte zu setzen und beide Großwallstädter "Halben" offensiv zu bekämpfen. Viel gebracht haben diese gute Ideen nicht, ganz einfach, weil die Gastgeber die besseren Spieler und damit die bessere Mannschaft stellten. Dies begann zwischen den Pfosten, wo Mattias Andersson mit achtzehn Paraden in einer anderen Liga spielte als seine Gegenüber.

Immer wenn Wetzlar daran schnupperte, näher oder nah heranzukommen, hielt Andersson seinen Kasten sauber. So konnte der TVG den gleich zu Beginn herausgespielten Vorsprung über die gesamte Spielzeit behaupten. Erst eine nachlässige Endphase ließ Raum für Ergebnis-Kosmetik für den Gegner. Großwallstadt konnte sich auf Kapitän Andreas Kunz verlassen, der seit Wochen in guter Form spielt und diesmal zehn Treffer erzielte, die Hälfte davon mit Siebenmeter. Das einzige Duell, das Wetzlar gewann, war das der Halblinken. Sven-Sören Christophersen war mit acht Treffern eine Art Alleinunterhalter im HSG-Angriff. Der Großwallstädter Stefan Kneer traf "nur" sechsmal.

Erwähnenswert war die Fairness der Partie: Die beiden Schiedsrichter mussten nur eine einzige Zwei-Minuten-Strafe aussprechen.