THW Kiel - Unnötige Hektik ab Minute 36 - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Unnötige Hektik ab Minute 36

Die Füchse hatten ihre Reise nach Kiel ohne die Verletzten Laen, Vatne, Bult und Heinevetter angetreten. Manager Bob Hanning stufte die Aufgabe im Vorfeld gar demütig als Lernspiel herab. Und so starteten seine Spieler auch in die Begegnung: Wenig Biss in der Abwehr, im Angriff oft hilflos. Die "Zebras", bei denen Kapitän Marcus Ahlm (Wadenverletzung) erneut nur Zuschauer war, nutzten die Lücken in der Berliner Abwehr gnadenlos. Der starke Rückraum mit Narcisse, Zeitz und Jicha machte Druck, Gegenstöße und die zweite Welle liefen wie geölt, Dominik Klein und Christian Sprenger trafen sicher von Außen und Momir Ilic brachte von sechs Siebenmetern bis zur Pause fünf an den Berliner Torhütern vorbei - die Folge war das klare 20:10.

Dann folgte die 36. Minute, die alles veränderte, die drohende Langeweile aus der Halle katapultierte. Jaszka wälzte sich am Boden, das Schiedsrichtergespann Schulze/Tönnies gab Christian Zeitz "Rot". Drunter und drüber ging in der Folge, der Vorsprung schrumpfte, und als Kubisztal in der 48. Minute zum 26:23 traf, der Kieler Sieg in Gefahr geriet, reagierte Gislson und brachte seine erste Sieben aufs Parkett zurück. Für die abermalige Wende sorgte Omeyer mit dem abgewehrten Gegenstoß gegen Richwien, vorne nahm Filip Jicha das Heft die Hand, wuchtete fünf Bälle in die Berliner Maschen und stellte die Weichen auf Sieg.