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Versöhnung mit den Fans

Helau TBV. Fröhlich grüßte Avishay Smoler nach dem 21:10 mit Kusshändchen zur Bank. Heiterkeit und Frohsinn kamen beim 35:26 (22:10) des TBV Lemgo über die HSG Wetzlar nicht zu kurz. Gleichwohl wurde auch die Gilde der Skeptiker bedient. Dass die Mittelhessen die zweite Hälfte mit 16:13 gewannen, durfte angesichts des ärgerlichen Punktverlustes in Hamm jedoch als Lemgoer Luxusproblem abgehakt werden. Die Basiswerte stimmten jedenfalls gegen den Lieblingsgegner des TBV, der im 13. Anlauf die 13. Niederlage in der Lipperlandhalle einstecken musste. "Wir haben es geschafft, 25 Minuten lang sehr gut zu decken. Außerdem hat Martin Strobel ein starkes Spiel gemacht und die Mannschaft super geführt", sprach Florian Kehrmann ohne Abstriche von einem "hervorragenden" Ergebnis. "Jedes Spiel, das man in der Bundesliga mit zehn Toren gewinnt, ist ein gutes Spiel", wischte der TBV-Routinier jegliche Einwände beiseite.

Die nach einer eindrucksvollen 5:1-Punkte-Serie vor Selbstbewusstsein strotzenden Gäste hielten die Partie nur bis zum 4:4 (10.) offen. Weil Lichtlein deutlich besser hielt als Weber/Hacko, führte der TBV nach 25 Minuten bereits mit 18:8. "Über die Abwehr haben wir uns in einen regelrechten Rausch gespielt", atmete Lichtlein erleichtert durch. "Dieses Spiel tut gut. Ich hoffe, dass wir uns wieder etwas versöhnen konnten mit unseren Fans." Die daheim noch nicht verwöhnten TBV-Anhänger konnten sich zumindest an einigen tollen Treffern ergötzen. Beispielsweise zwei fulminante Schlagwurftreffer von Hermann in Unterzahl, eine tolle Rückhandstaffette über Ilyes und Preiß zum 19:8 durch Bechtloff sowie Strobels freches Tor in doppelter Unterzahl zum 26:17.