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Bundesliga-Lizenz erteilt

VfL Gummersbach gerettet

Der Traditionsclub VfL Gummersbach hat das drohende Aus noch abgewendet und spielt auch in der kommenden Saison in der Handball-Bundesliga.

«Gummersbach bekommt die Lizenz für die nächste Spielzeit, aber unter strengen Auflagen», sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), der Nachrichtenagentur dpa. «Eine der Auflagen wird sein, dass der Club die eingehenden Zahlungen nachweisen muss.»

Dem Europapokalsieger war die Lizenz durch die HBL wegen einer Liquiditätslücke von 2,2 Millionen Euro zunächst verweigert worden. Nach einer Beschwerde hatte der Verein bis zum 27. Mai Zeit gehabt, nachzubessern und den Fehlbetrag nachzuweisen. «Die Unterlagen sind vom Gutachterausschuss und der Lizenzierungskommission geprüft und positiv bewertet worden», bestätigte Bohmann.

Der VfL erhielt die freudige Nachricht schon am Abend des 28. Mai, kurz vor dem Festakt zum 150-jährigen Bestehen. «Alle haben ihren Teil zum Gelingen beigetragen. In und um Gummersbach sind unglaublich viele Leute aufgestanden und haben gezeigt, dass sie ihrem VfL helfen wollen», sagte Götz Timmerbeil, Aufsichtsratsvorsitzender der VfL Handball Gummersbach GmbH.

In letzter Sekunde war es dem Club gelungen, die Deckungslücke unter anderem durch Sponsoren und Spenden noch zu schließen. Auch ein Rettungsgipfel mit Vertretern aus Sport, Politik und Wirtschaft, bei dem sich der scheidende Bundestrainer Heiner Brand für seinen Ex-Verein stark gemacht hatte, trug zur wachsenden Hilfsbereitschaft bei. Schon zum vierten Mal nach 1996, 2000 und 2009 schaffte es der VfL, das drohende Aus abzuwenden.