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Viel Lehrgeld

Es keimte Hoffnung auf, als DHC-Kapitän Kristian Nippes in der 57. Minute den Anschlusstreffer zum 19:21 erzielte. Doch das fünfte Tor des Dormageners war auch das letzte der Gastgeber gegen eine ebenfalls im Angriff nicht überzeugende Berliner Mannschaft. "Wenn vorne nicht getroffen wird, dann kannst du nicht gewinnen", erklärte Dormagens starker Rückhalt Vitali Feshchanka später noch einmal das Ziel des Handballspiels. Die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff monierte auch Kai Wandschneider. "Meine jungen Spieler haben oft zu früh den Abschluss gesucht. Sie mussten heute Lehrgeld bezahlen." Erneut stellte der DHC-Coach Kommunikationsprobleme in der neu formierten Offensive fest, die nun in Sprachkursen an der Volkshochschule behoben werden sollen.

Und Füchse-Coach Dagur Sigurdsson war zwar erleichtert über die gewonnenen Punkte, aber keineswegs zufrieden: "Wir waren selber schuld, dass Dormagen so lange im Spiel geblieben ist." Einen gewissen Anteil hatte der Coach letztlich am dritten Sieg im dritten Spiel auf dem Feld: Als Alexander Petersson mit geplatztem Schuh zur Seitenlinie kam, stellte er seinem Landsmann seine Treter zur Verfügung. Der stellte unter Beweis, dass Tore auch in fremdem Schuhwerk erzielt werden können.