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Von Behren beginnt mit einer Niederlage

Im Spiel eins nach der Beurlaubung von Trainer Richard Ratka zeigte sich Mindes Abwehr bissig und aggressiv, zeigte alles, was sie bei der vielleicht schon vorentscheidenden Niederlage in der Vorwoche gegen Düsseldorf vermissen ließen. Sechs Minuten waren bereits gespielt, als Hamburgs Torjäger Hans Lindberg das erste Tor zum 2:1 für den Tabellenführer markierte. Zuvor hatte Mindens Keeper Nikolas Katsigiannis bereits drei Würfe abgewehrt. Die Mindener hielten die Partie mit viel Engagement offen, hatten dabei ein paar Mal Glück, Bälle wieder zu bekommen, die die ungewöhnliche 3:3-Deckung der Hamburger eigentlich schon geklärt hatte. Minden führte 7:5, ehe die Gäste eine doppelte Überzahl zum 7:7 nutzten. Beim 8:7 (20.) nahm HSV-Coach Martin Schwalb eine Auszeit. Es sollte die letzte Führung der Grün-Weißen bleiben. Mit dem Pausenpfiff erzielte Moritz Schäpsmeier den Treffer zum 11:13. Bis zum 13:15 in der 36. Minute hielten die Hausherren die Partie mehr oder weniger offen. Dann war die personelle Hamburger Übermacht nicht mehr zu bremsen und die Hanseaten setzten sich Schritt für Schritt ab.


Begrenzte Mittel

Für den zunächst glücklosen Krysztof Lijewski kam im rechten Rückraum sein Bruder Marcin, der nach der Pause auftaute und zu einem der Sieggaranten wurde. Auf Halblinks begann Pascal Hens, der dann von Blazenko Lackovic, einem weiteren Weltklassemann abgelöst wurde. Im Gefühl des sicheren Sieges nahmen die Gäste in den letzten zehn Minuten einen Gang heraus, was die Dankerser nutzten, um mit viel Einsatz ein akzeptables Ergebnis zu erzielten. Frank von Behren, der nach der Ratka-Entlassung als Verantwortlicher Trainer seinen Einstand auf der Mindener Bank feierte: "Unsere Mittel waren letztlich nicht ausreichend, um den HSV in Gefahr zu bringen. Ich habe mit der sehr aggressiven, offensiven 3:3-Deckungsvariante der Hamburger gerechnet und das auch trainiert. Wir haben zuletzt zu viel Kraft vergeudet, dieses mal haben wir unsere Kräfte etwas besser geschont. Ich muss sagen, dass es mir in den letzten Tagen und auch heute sehr viel Spaß gemacht hat, als Trainer zu arbeiten. Ich habe halt mein Leben lang Handball gespielt und kann deshalb Handball auch am besten."