TSV GWD Minden - Weber führt HSG auf Erfolgsspur zurück - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Weber führt HSG auf Erfolgsspur zurück

Michael Roth atmete nach dem Arbeitssieg über Minden erst einmal tief durch. "Glücklich" war der 48-Jährige über den ersten Erfolg seit dem 21. November 2009 (33:27 über Lübbecke), mit dem die HSG nach sieben Niederlagen am Stück erstmals wieder gewinnen konnte. "Der Sieg ist Gold wert. Sowohl für den Verein als auch für die Region", wusste Roth, wie wichtig es für sein Team war, sich ein bisschen Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Dass dies dem Zwölften gegen Letzten Minden bei der Premiere von GWD-Coach Ulf Schefvert gelang, hatten die Gastgeber zum größten Teil ihrem überragenden Torwart Nikolai Weber zu verdanken. 20 Paraden hatte er am Ende zu Buche stehen, nachdem er fünf der ersten sechs Würfe auf sein Tor hatte parieren können.

Nachdem die Gäste bis zum 19:19 (48.) noch von einem geglückten Einstand ihres neuen Trainers träumen konnten, verhinderte Weber dann mit zwei Paraden hintereinander die Mindener Führung und führte die HSG, die anschließend entscheidend auf 23:19 davonzog (53.), in die Erfolgsspur zurück, so dass Geschäftsführer Sascha Schnobrich "viele Steine vom Herzen fielen".

"Mit meiner Leistung, die ich auch nur zeigen konnte, weil unsere Abwehr gut gestanden hat, bin ich zufrieden", sagte Nikolai Weber. Die Unruhe im Club und das Wechseltheater um Michael Allendorf habe die Mannschaft ausgeblendet, fügte der Matchwinner an, während Roth dagegen zugab, dass sein Team "große Nervosität" gezeigt habe. "Mit unserer Leistung bin ich nicht zufrieden", sagte der Wetzlarer Coach, doch letztlich war ihm dies egal. Schefvert fühlte sich dagegen "wie immer nach einer Niederlage" schlecht und beklagte die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff: "23 Tore sind zu wenig."