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Weiter warten

Das Warten auf den ersten Saisonsieg, auf den Befreiungsschlag, auf die Wende: Die Chance dazu wurde bei der 24:25-Heimniederlage gegen den VfL Gummersbach vertan, der damit im zwölften Duell mit den Nordhessen zum elften Mal die Nase vorn hatte.

Wenn ein Trainer nach nur 5:12 Minuten eine Auszeit nimmt, lässt das auf einen Fehlstart seiner Mannschaft schließen. Genau so war’s. Karipidis, Allendorf und Vuckovic hatten ein 3:0 vorgelegt, was Gummersbach angesichts zweier Lattentreffer von Vuckovic und Karipidis sogar noch schmeichelte. Also versuchte VfL-Trainer Sead Hasanefendic den Sturm und Drang des Gastgebers zu bremsen. Erstmal vergeblich. Die Melsunger 6:0-Deckung stand wie eine Wand und das, was durchkam, hielt Mario Kelentric.

Nur drei Gegentore nach 17 Minuten, wann hatte es das zuletzt in der Rothenbach-Halle gegeben? Leider ließen Sanikis, Karipidis und Allendorf einige Chancen liegen und der Melsunger Positionsangriff tat sich gegen die Defensive der Oberbergischen inklusive eines reaktionsschnellen Stojanovic zunehmend schwerer. Was bis zum 7:3 (17.) durch Alexandros Vasilakis noch nicht so recht ins Gewicht fiel, als beim VfL der eingewechselte Geoffrey Krantz die Sache in die Hand nahm. Drei der ersten vier Treffer gingen auf das Konto des Franzosen, ehe Vukovic und Anic eine Zeitstrafe für Klimovets nutzten, um auf 7:6 (20.) zu verkürzen. Die Melsunger wackelten, aber verzagten nicht. Neuen Angiffsschwung brachte der eingewechselte Schweikardt, der Vasilakis zum 10:8 und Karipidis zum 11:8 verhalf. Als Polster ungeeignet, weil Pfahl mit zwei Treffern konterte. Was wiederum Kreisläufer Klimovets zu animieren schien, noch vor der Pause seine Hemmungen im Abschlusss abzulegen.

Doch es blieb eng. Umso mehr, als der Weltmeister nach 32 Minuten (13:11) zum zweiten Mal auf die Strafbank musste. Das eine Problem schaffte Torwart Kelentric mit zwei Paraden gegen Pfahl und Zrnic aus der Welt, das andere, in seiner Offensive blieb bestehen. Die Manndeckung für Vuckovic zeigte Wirkung, weil Vasilakis die sich bietenden Räume im Rückraum nicht nutzen konnte und der für ihn eingewechselte Jens Schöngarth sich gleich zwei leichte Fehler leistete. Das nutzten Pfahl, Wiencek und Zrnic für die erste VfL-Führung (14:15 nach 40 Minuten). Zwischenzeitlich packten die Gastgeber im Angriff aufgrund fehlender spielerischer Mittel die Brechstange aus - und stießen damit beim Altmeister auf Granit.