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HSG entlässt Trainer Chalepo

Wetzlar zieht die Reißleine

Bundesligist HSG Wetzlar hat am Sonntagnachmittag Gennadij Chalepo von seinen Trainer-Aufgaben entbunden. Ausschlaggebend für die Beurlaubung des 43-Jährigen gebürtigen Weißrussen waren die sportlichen Ergebnisse der vergangenen Wochen. Nach fünf Niederlagen in Folge und dem Absturz in der Tabelle sahen sich Aufsichtsrat und Geschäftsführung des mittelhessischen Traditionsvereins gezwungen zu handeln. „Diese Entscheidung ist uns mehr als sehr schwer gefallen, denn wir sind Gennadij Chalepo für seine Arbeit in den vergangenen anderthalb Jahren überaus dankbar“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Wir schätzen ihn als Menschen, verdienten Spieler und fachkundigen Trainer. Doch nach langen, konstruktiven Gesprächen am gestrigen und heutigen Tag sowie dem Beleuchten der aktuellen sportlichen Situation sind wir zu dem Entschluss gekommen, die Zusammenarbeit mit Gennadij Chalepo zu beenden.“

Erst am vergangenen Freitag hatte die HSG Wetzlar auch ihr sogenannten „Vier-Punkte-Heimspiel“ gegen den Tabellennachbarn TV Großwallstadt verloren und war somit auf den 15. Tabellenplatz abgerutscht. „Es haben sicherlich einige, zum Teil auch unglückliche Umstände dazu geführt, dass wir uns aktuell in einer sportlich schwierigen Situation befinden. Allerdings haben uns die Leistungen und das Auftreten des Teams in den vergangenen Wochen nachdenklich gemacht. Wir hatten zuletzt den Eindruck, dass in der Mannschaft der Glaube, enge Spiele zu gewinnen, nicht

mehr vorhanden war“, begründet Björn Seipp die Entscheidung, auch mit Blick auf das schwere Restprogramm der HSG Wetzlar in dieser Saison. „Dieser Glaube an die eigenen Fähigkeiten muss zurückkehren, denn die Mannschaft hat das Format die erste Liga zu halten. Neben dem neuen Verantwortlichen auf der Trainerbank sind aber allen voran die Spieler in der Pflicht, alles für den Klassenerhalt der HSG Wetzlar zu tun.“ Schon morgen wollen die HSG-Verantwortlichen der Mannschaft und Öffentlichkeit einen neuen Trainer präsentieren. Wer das sein wird, das erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der HANDBALLWOCHE auf Dienstag.