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Bundesliga-Vereine gegen Comeback der umstrittenen Schiedsrichter

Widerstand gegen Lemme/Ullrich

Die Vereine der Handball-Bundesliga (HBL) lehnen eine Rückkehr der Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich in den Spielbetrieb ab.

"Mir ist kein Club bekannt, der damit einverstanden ist", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel'. Der Deutsche Handballbund (DHB) hatte entschieden, dass die im März gesperrten Unparteiischen vom Dezember an wieder Spiele leiten dürfen. Der Verband ist für das Schiedsrichterwesen zuständig.

Fakten Ende November geklärt

Lemme und Ullrich waren suspendiert worden, nachdem sie in den Verdacht der Bestechlichkeit geraten waren. Die Schiedsrichter hatten verheimlicht, dass sie nach dem Finalrückspiel im Europacup der Pokalsieger im Frühjahr 2006 zwischen Medwedi Tschechow und Valladolid am Moskauer Flughafen Scheremetjewo mit 50.000 Dollar im Handgepäck aufgegriffen worden waren. Die Europäische Handball- Föderation (EHF) sperrten Lemme und Ullrich, die ihre Unschuld beteuern, deshalb im Juli für fünf Jahre für internationale Spiele.

Der DHB ahndete das Vergehen mit neun Monaten Sperre und unterstützte die Schiedsrichter im September sogar mit 10 000 Euro, um Einspruch gegen die EHF-Sperre einzulegen. "Derzeit läuft die Revisionsverhandlung. So lange es da kein Ergebnis gibt, brauchen wir darüber nicht zu reden. Ende November werden die Fakten geklärt sein", sagte DHB-Schiedsrichter Peter Rauchfuß. Er warnte davor: "Man sollte die gute Zusammenarbeit zwischen dem DHB und der HBL nicht durch so etwas belasten."

Keine Ansetzung gegen die Liga

Liga-Geschäftsführer Bohmann kritisiert im 'Spiegel' das Verhalten des DHB: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Ansetzung der Schiedsrichter gegen die Clubs und die Liga durchsetzen lässt." Der Geschäftsführer der Rhein-Neckar Löwen, Thorsten Storm, sagte dem Nachrichtenmagazin: "Es wäre für die Liga nicht gut, wenn die beiden wieder auflaufen würden."