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Hannover schockt Meister-Bezwinger

Zahnlose Löwen

Erst den Meister in die Knie gezwungen, nun vom Underdog gezähmt: Die Rhein-Neckar Löwen sind nach ihrem Traumstart in die Handball-Bundesliga unsanft auf dem Boden der Realität gelandet.

Drei Tage nach dem umjubelten Prestigeerfolg gegen Meister HSV Hamburg mussten sich die Mannheimer beim bis dahin sieglosen Außenseiter TSV Hannover-Burgdorf mit 32:33 (15:19) geschlagen geben. Ernüchterung statt Partylaune machte sich bei den mit drei Siegen in die neue Saison gestarteten Löwen breit. «Ich wusste, was auf uns zukommt, aber wir waren nicht in der Lage, das heute ordentlich zu machen», bilanzierte der enttäuschte Löwen-Coach Gudmundur Gudmundsson.

Während die Badener den Sprung an die Spitze verpassten, bewegt sich MT Melsungen in ungewohnten Tabellenregionen. Mit dem souveränen 33:26 (16:13) gegen Altmeister VfL Gummersbach wahrte das Team von Coach Michael Roth seine weiße Weste und fuhr den dritten Sieg im dritten Spiel ein. Der Lohn: Rang zwei hinter Rekordmeister THW Kiel. «Wenn man den Anspruch erhebt, sich am Ende der Saison gegen Rang zehn zu bewegen, dann sollte das eher normal sein», meinte Roth, der vor allem die starke Defensivleistung seines Teams inklusive des hervorragenden Schlussmannes Per Sandström lobte. Auch VfL-Trainer Sead Hasanefendic hob die Leistung des Keepers hervor: «Ein Lob von meiner Seite an Per Sandström. Ich kann ihm und seiner Mannschaft nur gratulieren und sagen, die bessere Mannschaft hat heute gewonnen.»

Auch zwölf Tore des Handballers des Jahres, Uwe Gensheimer, konnten die Pleite der Löwen nicht verhindern. Schwache Abwehr, schlechte Torausbeute und die Adduktorenverletzung von Rückraum-Ass Krzysztof Lijewski in der 40. Minute - das kompensierte der Favorit nicht. «Wir haben sechs Partien in 14 Tagen absolviert, die Spieler sind ziemlich müde», meinte Gudmundsson. 26 Würfe plus zwei Siebenmeter fanden nicht den Weg ins Ziel. Zudem erwischte TSV-Torwart Nenad Puljezevic einen glänzenden Tag und hatte mit 19 Paraden großen Anteil am Überraschungserfolg der Niedersachsen. Den TSV-Siegtreffer markierte Vignir Svavarsson 55 Sekunden vor Schluss.

Ihre zweiten Saisonsiege schafften der TBV Lemgo und die SG Flensburg-Handewitt. Lemgo setzte sich zu Hause gegen TuS N-Lübbecke mit 27:25 (12:13) durch. Flensburg siegte bei Frisch Auf Göppingen mit 25:23 (12:9:). In dem hartumkämpften Ostwestfalen-Derby sorgte Lemgo mit dem Sprung vom 18:18 auf 22:18 (47.) für die Vorentscheidung. «Man hat gesehen, dass wir eine echte Mannschaft sind, in der jeder 60 Minuten für den anderen kämpft», sagte Lemgos neuer Trainer Dirk Beuchler.

Flensburgs Trainer Ljubomir Vranjes zog nach dem Schlusspfiff des offenen Schlagabtausches ebenfalls ein positives Fazit. «Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie nach oben will. Es war aber nur ein kleiner Schritt. Wir können es noch besser machen», sagte der frühere Weltklassespieler.

 

KOMMENTARE

Beatrice, 22.07.15, 06:25 Uhr
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Makalah, 22.06.15, 16:28 Uhr
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