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Lemgo setzt sich nach einer Viertelstunde Anlauf sicher in Dormagen durch

Zebra-Gala nach der Pause

Der THW Kiel hat seine Führung in der Bundesliga behauptet. Allerdings durfte die HSG Wetzlar beim 25:32 (18:14) dank einer tollen Vorstellung eine Halbzeit lang auf einen Überraschungssieg hoffen, ehe der Spitzenreiter mit einer beeindruckenden zweiten Halbzeit zum standesgemäßen Sieg kam. In einem niveauarmen Spiel setzte sich der TBV Lemgo mit 38:26 (18:14) beim TSV Dormagen durch.

Dabei erwischten die Rheinländer einen tollen Start und gingen dank einiger guter Paraden von Torhüter Vitali Feshchanka sogar mit 7:4 (11.) in Führung. Als jedoch Lemgos Rest-Aufgebot ohne Kraus, Hermann, Preiß und Bechtloff sowie mit den angeschlagenen Strobel und Ilyes sich gefunden hatte, wurde Dormagen in aller Ruhe auseinander genommen. Vor allem gegen Lemgos Linkshänder, allein Holger Glandorf erzielte zehn Treffer, war die TSV-Abwehr völlig überfordert. Trotz vieler Fehler überrannte der TBV die Gastgeber zum auch in der Höhe verdienten Sieg.

Wetzlar schnuppert an der Sensation

In Kiel schnupperten die Hessen ein Halbzeit lang an der Sensation. Bis Mitte erster Hälfte war die Partie ausgeglichen, dann übernahmen zum Erstaunen von THW-Spielern und Fans die Gäste das Kommando. Hinten ließ die Deckung vor dem starken Nikolai Weber vor allem vom Multi-Millionen-Rückraum der Kieler nichts zu. Im Angriff traf Wetzlar entweder über die erste Welle über den unglaublich starken Michael Allendorf (sieben Tore ohne Fehlversuch bis zur Pause) oder spielte geduldig durch, bis sich eine klare Chance eröffnete.

Im Angriff traf Wetzlar entweder über die erste Welle über den unglaublich starken Michael Allendorf (sieben Tore ohne Fehlversuch bis zur Pause) oder spielte geduldig durch, bis sich eine klare Chance eröffnete. So war die Vier-Tore-Führung zur Pause mehr als verdient. Zumal außer Nationalspieler Sven Sören Christophersen (Schulterentzündung) auch die beiden etatmäßigen Kreisläufer Gregor Werum und Grigorios Chalkidis wegen Grippe fehlten.

Mit mehr Aggressivität in Deckung und Angriff kippten die Kieler nach dem Seitenwechsel die Partie. Zum 20:20 (39.) schafften die Zebras erstmals wieder den Ausgleich. Anschließend ging dem Rest-Aufgebot der Hessen immer deutlicher die Luft aus, der THW, allen voran Dominik Klein und Kim Andersson, setzte den Kieler Highspeed-Handball zeitweise perfekt um.

Die Statistik

THW Kiel – HSG Wetzlar 32:25 (14:18)
THW Kiel:
Omeyer, Gentzel; Lund, Andersson (8), Lundström (4/1), Anic (1), Ahlm, Reichmann, Zeitz (1), Palmarsson, Narcisse (2), Ilic (3/1), Klein (6), Jicha (7/3).
HSG Wetzlar: Krasavac, N. Weber; S. Weber (2), Smoler, Salzer (4), Valo (3), Allendorf (9), Jungwirth (1), Mraz, Djordjic (5), Schneider (1).
Zuschauer: 10.250 (ausverkauft). – Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow. – Zeitstrafen: : 4:4 Minuten. – Siebenmeter: 7/5:2/0.

TSV Dormagen – TBV Lemgo 26:38 (14:18)
TSV Dormagen:
Vortmann, Feshchanka, Wisotzki (3), Holst (1), Schindler (4), Plaz (4), Balonmenos, Meyer (1), Linder (3), Dmytruczynski (2), Wittig, Nippes (3), Chantziaras (1), Lochtenbergh (4/1).
TBV Lemgo: Galia, Lichtlein; Ilyes (1), Glandorf (10), Schmetz (8/4), Kehrmann (6), Binder (1), Mocsai (5), Strobel, Svavarsson (3), Geirsson (3), Kubes (1).
Zuschauer:
2.525 – Schiedsrichter:  Blümel/Loppaschewski. - Zeitstrafen: 2:12 Minuten. – Siebenmeter: 1/1:4/4.