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Zebras patzen in Melsungen - Rhein-Neckar Löwen souverän

Für Titelverteidiger THW Kiel wird der Weg zur nächsten deutschen Handball-Meisterschaft steiniger als erwartet. Das Team von Trainer Alfred Gislason stolperte erneut über die Hürde MT Melsungen mit 29:30 (13:15).

Nach der Niederlageb bei den Hessen hat der THW nur noch drei Punkte Vorsprung vor den Rhein-Neckar Löwen, die den TSV Hannover-Burgdorf 37:19 (18:7) abfertigten. Kiel steht zehn Runden vor Saisonschluss bei 42:6-Punkten, die Löwen folgen mit 39:9-Zählern vor Champions League-Sieger HSV Hamburg (37:9), der am Sonntag (17.15) den Abstiegskandidaten HBW Balingen-Weilstetten empfing.

Für die Kieler ging mit der unerwarteten Niederlage eine Serie von neun Siegen zu Ende - und das ausgerechnet bei dem vermeintlichen Underdog, der sich schon einmal als Spielverderber für den deutschen Rekordmeister erwies. Melsungen hatte am 9. Dezember 2012 durch das 29:25 in der Sparkassen-Arena die Kieler Erfolgsgeschichte von 51 ungeschlagenen Bundesligaspielen und 101:1 Punkten in Serie beendet.

Noch schwerer als die Niederlage wiegt für den THW der Ausfall von Spielmacher Rasmus Lauge. Der Däne verletzte sich in der 44. Minute ohne Fremdeinwirkung erneut am rechten Knie. Eine MRT-Untersuchung soll Klarheit darüber bringen, ob es sich um einen Kreuzbandriss handelt. Wegen eines Anrisses des hinteren Kreuzbandes hatte Lauge bereits die Europameisterschaft im eigenen Land verpasst.

«Das mit Rasmus ist schade», sagte THW-Trainer Alfred Gislason: «Es sieht aus wie ein Kreuzbandriss.» Der Schlappe in der mit 4300 Zuschauern ausverkauften Rothenbach-Halle konnte der Isländer dennoch etwas Positives abgewinnen. «Wir haben das Spiel sogar gedreht. Dann haben wir dreimal frei verworfen und den Sieg verschenkt», stellte Gislason in seiner Analyse fest.

Die Löwen machten es gegen Hannover-Burgdorf besser und ließen gegen den Europacup-Starter keine Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. 5158 Zuschauer in der Mannheimer SAP-Arena feierten ihre Mannschaft schon nach der grandiosen ersten Halbzeit euphorisch. Am Ende stand der zwölfte Heimsieg nacheinander für die Badener, die seit einem Jahr nicht mehr zu Hause verloren haben.

Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson war nach dem Gala-Auftritt seines Teams folgerichtig zufrieden. «Wir haben sehr konzentriert gespielt und sehr stark in der Abwehr agiert. Dazu kam eine super Torhüterleistung», sagte er. «Uns ist es auch gelungen, in der zweiten Halbzeit unser Niveau zu halten, das hat mich sehr gefreut.»

Im Duell zweier ehemaliger Champions-League-Sieger landete der SC Magdeburg mit einem 29:26 (12:15) beim TBV Lemgo seinen ersten Auswärtssieg unter Interimscoach Uwe Jungandreas und zog in der Tabelle an den Ostwestfalen vorbei. Zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf vergab Aufsteiger Bergischer HC nach einer 11:10-Pausenführung mit einer 20:24-Heimniederlage gegen GWD Minden. Für Schlusslicht TV Emsdetten ist die Lage nach dem 27:32 (10:15) gegen Frisch Auf Göppingen ein Stück weit aussichtsloser geworden.