THW Kiel - Rhein-Neckar Löwen - Kiel feiert souveränen 36:29-Erfolg in der Toppartie des 2. Spieltags - Zebras ziehen Löwen die Zähne - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Kiel feiert souveränen 36:29-Erfolg in der Toppartie des 2. Spieltags

Zebras ziehen Löwen die Zähne

Überraschend sicher hat der THW Kiel das erste Topspiel der neuen Bundesliga-Saison für sich entschieden. Die Rhein-Neckar Löwen schickte der deutsche Rekordmeister zum Auftakt des 2. Spieltags mit einer 36:29 (18:11)-Packung zurück nach Mannheim.

Der polnische Nationalspieler Karol Bielicki warf die Gäste in der wie immer ausverkauften Sparkassen-Arena zwar mit 1:0 in Führung, doch danach war erst einmal Sendepause für die Mannheimer Angreifer. Erschreckend leicht zogen die Zebras bis zur 12.Minute auf 6:1 davon. Die gut gestaffelte THW-Abwehr und der einmal mehr überragende Thierry Omeyer zogen den Löwen die Zähne. Geradezu spielerisch leicht bauten die Hausherren über 7:2 (13.) und 12:7 (22.) ihre Führung auf 18:11 zur Pause aus.

“Wir haben da einfach zu viele Fehler gemacht, und die hat Kiel sofort bestraft“, analysierte Ex-Nationaltorhüter Henning Fritz, der vor gut zwei Jahren von Kiel nach Mannheim gewechselt war: „Da sieht man einfach, die Cleverness dieser Mannschaft.“ Nach dem Seitenwechsel herrschte zehn Minuten ein ähnliches Bild: Gsetützt auf Olympiasieger und Weltmeister Omeyer überrannten die Gastgeber die Badener bis zum 24:15 (41.).

Ein wenig Hoffnung bei 24:28

Erst als THW-Trainer Alfred Gislason durchwechselte, kamen die Gäste noch einmal besser in die Partie. „Da konnte man sehen, dass die Neuen noch nicht ganz so funktionieren“, sagte der Isländer nachher, „da gab es einen Bruch.“ Zehn Minuten vor dem Ende schöpften die Löwen bei nur noch vier Toren Rückstand (24:28) ein wenig Hoffnung.

Doch prompt entschärfte der eingewechselte Zweit-Torhüter Peter Gentzel einen Siebenmeter von Löwen-Nationalspieler Uwe Gensheimer, auf der Gegenseite traf Neu-Zebra Momir Ilic. Über 30:25 (52.) und 32:26 (55.) warfen die Gastgeber den letzlich nie gefährdeten Sieg heraus.

Das Spiel in der Statistik:
THW Kiel:
Omeyer, Gentzel; Lund (2), Andersson (3), Lundström (8), Anic (1), Sprenger (5), Ahlm (5), Zeitz (2), Palmarsson (1), Narcisse (1), Ilic (3), Klein, Jicha (5).
Rhein-Neckar Löwen: Szmal, Fitz; Gensheimer (3), Roggisch, Prieto (5), Harbok (1), Bielecki (9),  Stefansson (4), Groetzki (3), Müller (2), Myrhol, Alvanos, Sigurdsson (1), Gudjonsson (1).
Schiedsrichter: Geipel/Helbig. - Siebenmeter: 8/9:2/3. - Zeitstrafen: 4:6 Minuten.

Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung.
  • E-Mail-Adresse und Namen
    merken
  • (*Pflichtfelder; E-Mail-Adresse
    wird nicht veröffentlicht)
  • Kommentar absenden
MEISTGELESENE ARTIKEL