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Akkus des BSV sind leer

Zajecar, Halle, Göppingen: Knapp 6.000 Kilometer legte der Buxtehuder SV binnen zwei Wochen im Europacup, DHB-Pokal und in der Bundesliga zurück. "Unsere Akkus waren leer", sagte BSV-Trainer Dirk Leun nach der 21:27-Niederlage gegen Bayer Leverkusen mit Blick auf die Reisestrapazen der vergangenen Wochen und die angeschlagene Gesundheit einiger Spielerinnen. Gegen den Vizemeister bemühte sich der BSV zwar, wollte sich ins Spiel reinkämpfen, eine echte Chance hatte er jedoch nicht.

Bis zum 6:7 (18. Minute) aus Sicht der Gastgeberinnen war die Partie noch offen, dann zog Leverkusen davon. Anne Müller, Anna Loerper und Marlene Zapf sorgten für eine 10:6-Führung Bayers, Buxtehude blieb in dieser Phase des Spiels acht Minuten ohne Torerfolg. Vor allem im Angriffsspiel der Gastgeberinnen haperte es, allein Jana Stapelfeldt, mit zehn Treffern erfolgreichste Buxtehuder Torschützin, sorgte in der Offensive für Gefahr. Ganz im Gegensatz zu Bayer Leverkusen: Das Team von Trainerin Renate Wolf zeigte eine ganz starke Mannschaftsleistung, aus der kaum eine Spielerin hervorzuheben war.


Letzte Kräfte mobilisiert

Nach dem Seitenwechsel verwaltete Leverkusen routiniert den Halbzeitvorsprung von fünf Toren und bewies in der Schlussviertelstunde seine Klasse. Durch Tore von Stapelfeldt und Randy Bülau hatte Buxtehude den Anschluss geschafft (17:20/45.), die knapp 1.500 Zuschauer hofften wieder. Aber als der BSV anschließend seine letzten Kräfte mobilisierte, verschärfte Bayer das Tempo noch einmal und zog mit vier Toren in Folge auf 24:17 (53.) davon - die Entscheidung.

"Heute waren nicht unsere Fehler entscheidend, sondern die Stärke des Gegners", zollte BSV-Trainer Leun Bayer Respekt und befand, dass das Endergebnis mit sechs Toren Differenz "in Ordnung" ging. Eine Einschätzung, die Renate Wolf teilte: "Wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen, weil wir es geschafft haben, die Konzentration zu halten."