Hausaufgaben pünktlich gemacht - Alle Erstligisten reichen fristgerecht ihre Lizenz-Unterlagen ein - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Hausaufgaben pünktlich gemacht

Alle Erstligisten reichen fristgerecht ihre Lizenz-Unterlagen ein

Die Frauen-Bundesligisten haben scheinbar aus der Vergangenheit gelernt, der 1. FC Nürnberg war wohl ein mahnendes Beispiel. Alle Erstligisten sowie die Zweitligisten, die nicht als Absteiger feststehen, haben fristgerecht zum 31. März ihre Lizenz-Unterlagen beim HBVF-Vorsitzenden Berndt Dugall eingereicht. Somit hat sich bezahlt gemacht, dass der Ligaverband für diese Saison erstmals auf eine Fristverlängerung zur Nachreichung von Unterlagen bis zum 15. April verzichtet hatte.

Das HBVF-Lizenzverfahren ist anders aufgebaut als bei der Männer-Bundesliga. Zur Lizenzierung müssen lediglich Nachweise über die Bürgschaft (35.000 Euro für 1. Liga, 20.000 Euro für 2. Liga) sowie die Zahlung von Berufsgenossenschafts- und Sozialversicherungsbeiträgen eingereicht werden. "Formal liegen sämtliche Unterlagen in vollständiger Form einschließlich aller Bürgschaften vor", sagte Dugall: "Die inhaltliche Prüfung wird sich aber noch über die nächsten Wochen erstrecken, da hier auch noch Rückfragen notwendig werden."

Gewissheit, ob alle Clubs ihre Lizenzen erhalten, wird es höchstwahrscheinlich bis zum 1. Mai geben, wenn der Ligavorstand am Rande des Final-Four-Turniers in Riesa tagt. In der Vorsaison hatten Nürnberg und die Rhein-Main Bienen wegen laufender Insolvenzverfahren keine Lizenzen erhalten, Erfurt und Dortmund waren in der Liga verblieben. Erst gar keine Lizenz für die Saison 2010/2011 haben die Zweitligisten aus Recklinghausen, Rostock und Beyeröhde beantragt, die bereits als Absteiger feststehen.

Für die Erstligisten geht parallel zum Lizenzierungsverfahren die Saison in die heiße Phase: Heute Abend steht der letzte Spieltag der Normalrunde an, an dem nicht nur die Frage nach dem zweiten Absteiger, sondern auch die Konstellation der Play-off-Viertelfinals beantwortet wird. Im Fernduell um den Klassenerhalt hat Trier die besseren Karten im Vergleich zum Vorletzten Celle, der bei Tabellenführer Leipzig auf einen eigenen Sieg und eine gleichzeitige Heim-Niederlage der Miezen gegen Buxtehude angewiesen ist, um nicht nach einem Jahr Erstklassigkeit Dortmund in die zweite Liga begleiten zu müssen. Während die ersten fünf Plätze für die Play-offs bereits feststehen (Leipzig, Leverkusen, Oldenburg, Blomberg, Buxtehude), kann es auf den Rängen sechs bis acht zwischen Frankfurt/Oder (19 Punkte), Göppingen und Erfurt (beide 18) noch Verschiebungen geben - vor allem aufgrund des direkten Duells Göppingen - Frankfurt.

Am 17. und 24. April starten die Play-offs, die vier bestplatzierten Mannschaften haben im Rückspiel Heimrecht, für den 28. April und 5. Mai sind die Halbfinals angesetzt. Der Termin für die Finalspiele um die deutsche Meisterschaft - beide Teilnehmer sind für die Champions League qualifiziert - steht indes noch nicht fest. Ursprünglich sollten die Endspiele am 8. und 15. Mai stattfinden. Sollten aber Leverkusen, Oldenburg, Buxtehude oder Göppingen sowohl das Liga- als auch ein Europapokalfinale erreichen, müssten die Finals verschoben werden. Gleiches gilt für den Fall, dass einer der Finalisten Spielerinnen für die Qualifikation zur Juniorinnen-WM an Pfingsten abstellt. Dann kann es sogar sein, dass der deutsche Meister erst im Juni (5./6. und 12./13.) ermittelt wird. Und mittendrin in den Halbfinals wird ja auch noch der Pokalsieger zum letzten Mal in Riesa ermittelt, wo sich in den Halbfinals Frankfurt/Oder und Blomberg sowie Leverkusen und Buxtehude gegenüberstehen.