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Am Ende ist Leipzig cleverer

Der Frankfurter HC hat dem Deutschen Meister und Tabellenführer der Bundesliga aus Leipzig im Ostderby einen großen Kampf geliefert. Bis zum 29:29 in der 55. Minute sahen die knapp 1.200 begeisterten Zuschauer ein spannendes und hochklassiges Duell auf Augenhöhe, dann aber hatte der HCL das bessere Ende für sich. "Wir haben Leipzig alles abverlangt", war FHC-Trainer Dietmar Schmidt mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. "Am Ende wollten wir vielleicht etwas zuviel und Leipzig hat das mit seiner Klasse und Abgeklärtheit genutzt."

Von Beginn an gingen die Oderstädterinnen äußerst couragiert zu Werke und beeindruckten den Favoriten vor allem mit einer konzentrierten und aggressiven Deckungsleistung. Bis zum 6:5 (13.) hatte der FHC so die Nase vorn. Doch eine sechsminütige Phase mit Unkonzentriertheiten im Angriff und einer Zeitstrafe gegen Christine Beier nutzte Leipzig sofort und zog mit fünf Treffern in Folge erstmals davon (6:10/19.).

Frankfurt nahm den Kampf an, Torhüterin Melanie Herrmann entschärfte ein ums andere Mal die Würfe der Gäste und im Angriff erzielte Nationalspielerin Franziska Mietzner mit fünf Toren fast im Alleingang den 14:14-Gleichstand (29.).

Nach dem Wechsel versuchte der HCL, der in Susann Müller, Karolina Kudlacz und Ania Rösler seine besten Angreiferinnen hatte, vergeblich sich abzusetzen. Doch jede Leipziger Führung glichen die Gastgeberinnen bis fünf Minuten vor Schluss postwendend wieder aus. "Dann hat Frankfurt einige leichte Bälle weggeworfen und wir waren die glücklichen Sieger", freute sich HCL-Coach Heine Jensen.