Bitterer Moment für Alexandra Uhlig - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Bitterer Moment für Alexandra Uhlig

Was für ein Handball-Abend in der Ulmenallee-Sporthalle. Trotz toller Vorstellung musste sich die HSG Blomberg-Lippe dem Thüringer HC mit 26:27 geschlagen geben. Traurigste Spielerin war Blombergs Alexandra Uhlig, die per Siebenmeter nach der Schluss-Sirene den Ausgleich verpasste.

Die Halle stand Kopf, nachdem Caroline Thomas den lang ersehnten Anschlusstreffer zum 25:26 erzielt hatte. Unermüdlich stemmten sich die HSG-Spielerinnen gegen die Niederlage, nachdem die Gäste in Hälfte zwei auf 18:12 (39.) davon gezogen waren. Drei Minuten vor dem Ende erlaubte sich dann die starke Nadja Nadgornaja einen Fangfehler. Blomberg konnte ausgleichen, doch Saskia Lang zielte in den THC-Block und scheiterte dann an Torfrau Petra Blazek.

Nach dem 27:25 durch Pearl van der Wissel war es erneut Thomas, die den Anschluss herstellte - genau eine Minute vor dem Ende. Thüringens Trainer Herbert Müller stimmte 20 Sekunden später seine Spielerinnen in einer Auszeit noch einmal neu ein - vergeblich. Nadgornaja scheiterte an Isabell Roch, es blieben 35 Sekunden für Blomberg. Trainer André Fuhr riskierte alles, schickte mit Anika Leppert 15 Sekunden vor der Schlusssirene eine siebte Feldspielerin aufs Feld. Kurz darauf stieß Kerstin Wohlbold HSG-Spielmacherin Uhlig zu Boden, Fuhr forderte: rote Karte. Die Schiris schickten die ehemalige Blombergerin mit einer Zeitstrafe runter.

Noch neun Sekunden. Michaela Seiffert, unermüdliche Antreiberin bei den Lipperinnen, ist frei und bekommt gegen Borges Mesquita einen Siebenmeter. Während die Uhr längst runter getickt ist, sprechen einige Blombergerinnen mit Uhlig. Sabrina Richter, eigentlich Schützin Nummer eins, fragt: "Traust du dir das zu?" Die Ex-Thüringerin nickt, nimmt sich den Ball. Torhüterin Blazek bleibt auf der Linie, der Ball knallt an den Pfosten. Bitter.