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BSV gewinnt die Abwehrschlacht

Es war eine wahre Abwehrschlacht, die die rund 1.600 Zuschauer in der Halle Nord im Halbfinal-Hinspiel zu sehen bekamen. 5:5 stand es nach 16 Minuten, bis dahin hatte alles nach einer ausgeglichenen Partie ausgesehen. Weil der BSV fortan defensiv aber unglaublich aggressiv zu Werke ging und Torhüterin Debbie Klijn sich nach anfänglichen Problemen enorm steigerte, gelang dem HC Leipzig in den folgenden 14 Minuten bis zum Seitenwechsel kein einziges Tore mehr. So wenig Treffer in einer Halbzeit hatte der Club in der gesamten Saison nicht erzielt. Allerdings tat sich auch Buxtehude im Angriff schwer. Acht Tore in einer Halbzeit bedeuteten ebenfalls Saison-Minusrekord.

Nach der Pause ging es etwas torreicher zu. Auch, weil sich beide Offensivreihen nun besser auf die gegnerische Abwehr eingestellt hatten. Der HCL kam frischer aus der Kabine, Maike Daniels brachte die Gäste in der 41. Minute auf ein Tor heran (11:12). Die Partie schien zu kippen. Doch nicht zuletzt dank dreier Tore binnen sechs Minuten von Nachwuchshoffnung Jessica Oldenburg (19 Jahre alt) und einer sicheren Siebenmeter-Schützin Stefanie Melbeck (alle fünf Versuche verwandelt) stellte Buxtehude den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder her und baute ihn am Ende auf fünf Treffer aus.

"Es gab nicht viele Spielerinnen, die heute ihr normales Niveau erreicht haben", so Leipzigs Trainer Heine Jensen. "Wir haben sehr konzentriert verteidigt. Man konnte sehen, dass auch junge Spielerinnen in solch schwierigen Situationen wachsen können, wie Jessica Oldenburg", so Buxtehudes Trainer Dirk Leun.