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Frauen-Handball

Buxtehude begeistert in Japan

Direkt am Spielfeldrand steht es Gelb auf Blau: Buxtehuder SV. Ein knapp 20 Meter breiter Schriftzug, der sich über den neu verlegten Hallenboden im Naruto-Sportpark zieht. „Die Gastfreundschaft der Japaner ist einfach überwältigend“, sagt BSV-Trainer Dirk Leun. Er und seine Mannschaft sind einer Einladung der Präfektur Tokushima gefolgt, um den Handball dort im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio populärer zu machen.

Und es herrscht große Begeisterung rund um den deutschen Pokalsieger. Nach einem Turnier in der klimatisierten Multifunktionshalle von Tokushima standen 200 Menschen im Foyer Schlange, um Autogramme von den Buxtehuder Handballerinnen zu ergattern. Großen Andrang gab es auch beim Siebenmeterwerfen gegen die BSV-Keeperinnen Antje Peveling (ehemals Lenz) und Julia Gronemann, die Kinder und Jugendliche auf ihr Tor werfen ließen. Die Verantwortlichen der Präfektur-Verwaltung sind mit dem Auftreten des Handball-Botschafters rundum zufrieden.

Eine besondere Begegnung gab es dann noch am Rande des Turniers in Tokushima: Tetsuhisa Usui stattete der Mannschaft einen Besuch ab. Der Japaner, der in der Nähe von Tokio lebt, reist seit 1996 jedes Jahr mindestens einmal nach Deutschland, um dort Handballspiele zu besuchen. Vier Mal war er bereits in der Halle Nord in Buxtehude zu Gast. Durch die früheren Nationalspielerinnen Christine Lindemann und Stefanie Melbeck landete Usui beim BSV. Jetzt hatte der Edelfan ein Heimspiel und bekam von der Mannschaft ein signiertes Trikot überreicht.

Sportlich konnten die Buxtehuderinnen ihre beiden Turnierspiele gegen den japanischen Zweitliga-Meister Kagawa Ginko (33:28) und den Erstligisten Sony Semiconductor (30:20) gewinnen. Trainer Dirk Leun nutzte die Partien, um alle mitgereisten Spielerinnen zum Einsatz kommen zu lassen. „Für die ersten Testspiele war das in Ordnung“, sagt Leun. Der Mannschaft war anzumerken, dass sie erst anderthalb Wochen vorher in die Vorbereitung eingestiegen war. Die Konsequenz waren viele Fehler.

Auffallend war in den Testspielen vor allem die schnelle Spielweise der meist kleinen Japanerinnen, die auf diese Weise versuchten, ihre körperlichen Nachteile wett zu machen. „Das schnelle Spiel war genau das Richtige in dieser Phase der Vorbereitung“, sagt Leun, der mit seiner Mannschaft gerade im athletischen Bereich arbeitet. In einer gemeinsamen Trainingseinheit mit zwei anderen japanischen Mannschaften ließ der BSV-Coach schnelle Angriffe trainieren.

Doch die groß gewachsenen Spielerinnen hatten ihre Schwierigkeiten: „Wenn wir einmal die Hand ausfahren, landet sie direkt im Gesicht“, sagt Jessica Oldenburg. Die Rückraumshooterin des BSV ist 1,82 Meter groß. Im Testspiel gegen Sony Semiconductor traf sie auf die kleinste Spielerin der ersten japanischen Liga: Seina Morooka, Körpergröße: 1,51 Meter.

An einem trainingsfreien Tag bekamen die Spielerinnen dann die beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Präfektur Tokushima zu sehen: zwei buddhistische Tempel und die Naruto-Gezeitenstrudel. „Es ist eine coole Gelegenheit", sagt Kreisläuferin Isabell Kaiser, "auch mal außerhalb von Halle und Hotel etwas von Japan zu sehen.“

KOMMENTARE

Jeffkich, 27.11.17, 16:31 Uhr
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liuchunkai, 23.10.17, 07:04 Uhr
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