Jeder Euro wird zweimal umgedreht - BVB Dortmund steht vor schwieriger Saison - Mit Minikader soll Klasse gehalten werden - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Jeder Euro wird zweimal umgedreht

BVB Dortmund steht vor schwieriger Saison - Mit Minikader soll Klasse gehalten werden

Eigentlich hatte sich der BVB schon aus dem Leistungshandball verabschiedet. Sportlich war er im Frühjahr 2009 ein zweites Mal abgestiegen, finanziell von der Mutter Borussia trotz deren runden Geburtstages "verstoßen" worden. Es sollte einen Neuaufbau in der Regional- oder Oberliga geben, wobei der Wunsch unausgesprochen blieb, dass es doch möglichst keinen Wiederaufstieg geben möge. Das rief den Sport- und Kulturdezernenten der Stadt, Jörg Stüdemann, auf den Plan, der nicht einsehen wollte, dass mit Ausnahme der überversorgten Profifußballer kein Leistungssport mehr in Dortmund stattfinden solle. Es fanden sich am Ende ein paar städtische Energieversorger, Banken und private Unternehmen, insgesamt acht an der Zahl, die zumindest die Grundversorgung mit dem Allernötigsten sicherten. Jeder Euro wird zweimal umgedreht, es wird gespart, wo eigentlich nicht gespart werden darf.

Dementsprechend mau sieht es in dem Kader von Gustl Wilke aus. Gerade einmal neun Feldspielerinnen standen ihm im fünftägigen Trainingslager am Bodensee zur Verfügung. Die Lücken im taktischen Betrieb füllten Physio und Betreuer aus, damit zumindest Laufwege und Abläufe simuliert werden konnten. Erstmals seit vielen Wochen machte Sorgenkind Zuzana Porvaznikova wieder mit, während die kurzfristig verpflichtete, durch die Insolvenz des SC Markranstädt arbeitslose Dagmar Kowalska noch einen großen Konditions- und Kraftrückstand aufholen musste.

Diese beiden, die 99 bzw. 105 Länderspiele für ihre Heimatländer Slowakei und Polen bestritten haben, sind - frei nach Fernsehreporter Werner Hansch - "schon ein tolles Trio". Auf ihnen lastet die größte Verantwortung. Und die Hoffnung, vielleicht doch das große Ziel, den Klassenverbleib zu schaffen.

"Von der Substanz wird es mit unserem kleinen Kader verdammt schwer", sagt auch Gustl Wilke sachlich, "deshalb müssen wir kratzen und beißen und um jeden Zentimeter Hallenboden kämpfen." Wobei das Kratzen und Beißen nicht wörtlich gemeint war. Die Einstellung muss vom ersten bis zum letzten Spieltag ebenso erstklassig sein. Und verletzen darf sich von den erfahrenen Porvaznikova, Kowalska, Inge Roelofs, Tessa Cocx und Steffi Glathe niemand.

KOMMENTARE

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