Dortmunderinnen überzeugen nur durch ihren Kampfgeist - BVB-Frauen wie das Brand-Team - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Dortmunderinnen überzeugen nur durch ihren Kampfgeist

BVB-Frauen wie das Brand-Team

Irgendwie erinnerten die Borussinnen fatal an die deutsche Männer-Nationalmannschaft und ihre Auftritte bei der EM in Österreich, vor deren Kampfgeist alle den Hut zogen. Aber unter dem Strich war's einfach zu wenig. Doch wie jeder Vergleich hinkt auch dieser, denn kein Spiel der DHB-Auswahl bei der EM wurde so sehr von den Schiedsrichtern beeinflusst wie die Partie des BVB gegen Blomberg.

Als Gäste-Trainer Andre Fuhr analysierte, dass "wir uns absetzen konnten, als wir den BVB-Rückraum besser in den Griff bekamen und am Ende verdient gewannen", sagte Gustl Wilke nur lakonisch: "Das sehe ich anders." Was er meinte, aber erst später aussprach: "Bei uns und Blomberg wurde mit zweierlei Maß gemessen. Bei Stürmerfouls, beim passiven Spiel, bei der Vorteilsauslegung."

Keine Kreativität

Doch so schlecht Pritschow/Pritschow in der Tat pfiffen, es gab noch andere Ursachen für die Niederlage der Borussinnen. Das wusste auch Gustl Wilke. Bis zum 4:4 verlief die Partie ausgeglichen, beim 4:9 und 6:11 schien sie entschieden. Doch wie Jansen, Glandorf oder Haaß kämpften sie sich heran und verbreiteten so etwas wie Karnevalsstimmung, als sie 14:13 in Führung gingen.

Doch was die Fernsehzuschauer von den deutschen Männern kannten, sahen sie nun bei den BVB-Frauen live. Plötzlich arbeiteten sie Handball. Ohne Inspiration, ohne Kreativität. Mit einfachsten Fehlern. Mit dummen Würfen. Mit Pässen, die zu Kontern einluden - was Nationalrechtsaußen Sabrina Neukamp (12/3) eine tolle Torquote bescherte.