Oldenburgs tolle Aufholjagd wird mit Sieg gegen den Meister belohnt - Das Ende von Leipzigs Serie - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Oldenburgs tolle Aufholjagd wird mit Sieg gegen den Meister belohnt

Das Ende von Leipzigs Serie

Der VfL Oldenburg hat die Rekordserie von Bundesliga-Tabellenführer HC Leipzig beendet. Dank einer hervorragenden zweiten Halbzeit gewann der VfL das Spitzenspiel verdient mit 36:32 (15:20) und brachte dem Deutschen Meister nach elf Siegen in Folge die erste Saisonniederlage bei.

Zur Halbzeit jedoch deutete in der mit 1.540 Zuschauern gut besuchten Oldenburger EWE-Arena alles darauf hin, dass sich Leipzig für die Niederlage im Supercup-Finale aus der Vorwoche revanchieren sollte. Mit 20:15 führten die bis dahin spielerisch und körperlich überlegenen Gäste klar. Vor allem die ersten zehn Minuten verschlief der VfL komplett und lag mit 3:10 zurück. Leipzig stand stabil in der Sechs-Null-Deckung und kam über die starke Rechtsaußen Mette Ommundsen immer wieder zu Kontertoren. Der VfL agierte bis dahin im Angriff oft überhastet.

Knoten platzt nach der Pause

"Doch nach dem Wechsel ist bei uns der Knoten geplatzt", sagte VfL-Spielführerin Sabrina Neuendorf. Das galt vor allem für sie selbst und ihre überragende zweite Halbzeit. Mit fünf Toren in Folge zum 20:21 (38.) leitete Neuendorf die Aufholjagd ein und erzielte elf ihrer zwölf Treffer im zweiten Durchgang.

Die Folge: Nach 47 Minuten glich Wiebke Kethorn für den VfL aus (26:26), drei Minuten später brachte Angie Geschke den Pokalsieger erstmals in Führung (28:27, 50.). Dem VfL gelang danach fast alles, dem Meister kaum noch etwas. Beide Trainer, Leszek Krowicki (VfL) und Heine Jensen (Leipzig), waren sich einig, zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten ihrer Teams gesehen zu haben. "Der Sieg des VfL ist verdient. Die Mannschaft hat immer an die Wende geglaubt", sagte Jensen.

Besonderer Sieg für Stange

Krowicki hingegen lobte den Kampfgeist seiner Mannschaft nach der Pause: "Kompliment, die ganze Mannschaft hat sehr engagiert gespielt. Vor der Halbzeit haben wir Leipzig allerdings zu oft zu Kontern eingeladen." Glücklich war auch VfL-Rechtsaußen Ulrike Stange über den Sieg gegen ihren Ex-Club. "Ich habe lange in Leipzig gespielt. Das war daher schon etwas Besonderes."