Neuaufbau an der Oder - Der FHC muss auf drei Positionen umstellen - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Neuaufbau an der Oder

Der FHC muss auf drei Positionen umstellen

Der Olympiasieger von 1980 weiß um die Schwere der Aufgabe, die Neuen zu integrieren. "Wir spielen künftig auf drei Positionen verändert, bauen also eine neue Mannschaft auf. Da wartet viel Arbeit auf uns", sagt der 57-Jährige. "Dennoch ist es natürlich unser Ziel, wieder in die Playoffs und endlich auch mal wieder zur Pokalendrunde zu kommen."

Am interessantesten dürfte dabei zu beobachten sein, wie nach dem Weggang von Spielmacherin Anne Jochin künftig Jung-Nationalspielerin Christine Beier im Wechsel mit Janine Wegner auf der zentralen Rückraumposition die Geschicke des mit einem Durchschnittsalter von knapp 22 Jahren jüngsten Teams der Liga lenken.

Nach den ersten Trainingseinheiten, die traditionell der Grundlagenausdauer gewidmet waren, bestritten die Frankfurterinnen bereits ein erstes Testspiel. Allerdings nicht auf dem Parkett, sondern auf Fußballrasen. In einem freundschaftlichen Duell gegen die Kreisliga-Kickerinnen der SG Wiesenau siegte der FHC mit 9:2, wobei Torhüterin Mandy Burrekers als Stürmer mit vier Treffern zur erfolgreichsten Schützin avancierte. "Die Fotos bitte nicht an Turbine Potsdam weitergeben", scherzte Dietmar Schmidt. "Sonst wirbt mir Trainer-Kollege Bernd Schröder noch meinen Kader ab."

Am 3. August beginnt für die Oderstädterinnen ein einwöchiges Trainingslager in Altenberg (Erzgebirge). Anschließend trifft der FHC bei einem Turnier in Frankfurt am 14. und 15. August auf die Bundesliga-Konkurrenten aus Oldenburg, Buxtehude und Blomberg-Lippe, ehe der Vorjahresvierte eine Woche darauf am Robert-Schumann-Turnier in Oldenburg teilnimmt. Saisonstart ist am 5. September mit der Heimpartie gegen Vizemeister Bayer Leverkusen.

Eine für Fans, Spielerinnen und Trainer enttäuschende Entscheidung mussten indes die Verantwortlichen des Vereins treffen. Wegen unberechenbarer finanzieller Risiken verzichten die Brandenburgerinnen auf einen Start im Challenge-Cup. Doch so unpopulär dieser Beschluss auf den ersten Blick erscheint, so verantwortungsbewusst hat der erst im April gewählte, junge FHC-Vorstand entschieden. Denn bei einem möglichen Finaleinzug müsste man mit Mehrkosten im mittleren fünfstelligen Bereich kalkulieren, die der Etat jedoch nicht mehr hergab. Angesichts der jüngsten Negativ-Beispiele eine Entscheidung mit Vernunft. Umso erfreuter waren die Oderstädterinnen über die Vertragsverlängerung mit dem Hauptsponsor Sparkasse Oder-Spree, der dem Frankfurter HC damit bereits in der vierten Spielzeit die Treue hält.

KOMMENTARE

Ellyanna, 09.07.15, 10:01 Uhr
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