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THC gegen HCL

Der Meister demütigt Leipzig

Der deutsche Meister und Pokalsieger Thüringer HC hat sich im mitteldeutschen Duell der Handball-Bundesliga der Frauen gegen den HC Leipzig durchgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Herbert Müller bezwang die bis dahin noch ungeschlagenen Leipzigerinnen in der vorgezogenen Partie vom 9. Spieltag klar mit 28:19 (16:8). Durch den Sieg verteidigte der Doublegewinner zudem die Tabellenspitze. Vor 2.571 Zuschauern in der Arena Leipzig waren Nadja Nadgornaja und Idalin Borges Mesquita mit jeweils sechs Treffern beste Werferinnen beim THC. Auf Seiten des Gastgebers war Maura Visser (6) am treffsichersten.

Die bis dahin ungeschlagenen Leipzigerinnen begannen extrem nervös. Die Spielerinnen von Trainer Stefan Madsen schlossen entweder zu überhastet ab oder aber sie warfen zu unplatziert. Darüber hinaus leistete sich der HCL viele technische Fehler, so dass sich der THC bis zur 13. Minute auf 7:2 absetzte. Dabei verhinderte Nationaltorhüterin und HCL-Kapitän Katja Schülke einen noch größeren Rückstand. HCL-Coach Madsen reagierte und nahm eine frühe Auszeit (15.). Das Timeout brachte jedoch nicht den gewünschten Erfolg. Beim EHC-Cup-Teilnehmer lief weiterhin kaum etwas zusammen. Die Messestädterinnen wirkten im Angriff hilf- und ideenlos – was allerdings auch an der aggressiven Deckung des Meisters lag. Dieser hatte sich hervorragend auf den HCL eingestellt. Zudem überzeugte das Team von Herbert Müller in der Offensive mit einem druckvollen Spiel. Bis zur Halbzeitpause erspielte sich der Doublegewinner einen Vorsprung von acht Toren. Vor allem die nach ihrem Muskelfaserriss wiedergenesene Nadja Nadgornaja zeigte eine gute Leistung, markierte bis dahin fünf Treffer. Auch nach dem Seitenwechsel fand Leipzig nicht in die Partie. Der verletzungsbedingte Ausfall von vier Stammspielerinnen wog zu schwer. Zwar feierte die niederländische Nationalspielerin Maura Visser nach vierwöchiger Zwangspause (Knieverletzung) ihr Comeback. Doch die Gäste aus Thüringen waren eine Klasse besser. Während Leipzig immer wieder mit technischen Fehlern und Fehlwürfen haderte, verteidigte der Champions-League-Teilnehmer seinen Vorsprung bis zum Ende ohne große Mühe.