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Der Neuzugang, der gar keiner ist

Henze muss mit dem Buxtehuder SV zum Auftakt beim Aufsteiger VfL Sindelfingen antreten und ist heiß auf ihr Comeback. "Ich habe richtig Bock", sagt sie. Jana Krause, Svenja Spriestersbach und Friederike Lütz: Das sind die Namen der Neuen beim BSV. Eigentlich gehört auch Susanne Henze dazu. Der Neuzugang, der gar keiner ist. Denn mit der 34-jährigen Allrounderin kehrt die dienstälteste BSV-Spielerin nach einer Saison Babypause aufs Feld zurück. Aber sie muss in ihrer insgesamt zehnten Saison in Buxtehude erst wieder in die Mannschaft integriert werden. Neben Henze umfasst der BSV-Kader 17 weitere Spielerinnen, mit zehn davon hat sie noch nie zusammengespielt. "Es läuft gut, aber ich brauche noch Zeit", gibt sie zu bedenken.

867 Tore in 193 Bundesligapartien: Das ist die BSV-Statistik von Susanne Henze. Läuft die Saison normal, wird sie Melanie Schliecker (907 Tore) als beste Buxtehuder Bundesliga-Torschützin aller Zeiten ablösen und in Sachen Einsätze Katja Dürkop (211) von Platz zwei der Statistik verdrängen. Beim BSV steht der Name Henze für Durchsetzungsvermögen am Kreis, technische Klasse von Linksaußen und vor allem pfeilschnelle Tempogegenstöße. So hat das Buxtehuder Publikum die 87-fache Nationalspielerin in Erinnerung. Und genau darin liegt die große Gefahr.

"Ich verspüre schon Druck wegen der Erwartungshaltung", sagt Henze, die weiß: "Ich darf nicht zu ehrgeizig sein." Rund ein halbes Jahr nach der Geburt ihrer Tochter Henrike, die am 21. Januar auf die Welt kam, arbeitet sie viel, um zu alter Stärke zu finden. Zuletzt zu viel. Die Wade streikte, muskuläre Probleme setzten sie außer Gefecht. BSV-Trainer Dirk Leun, der Henze behutsam aufbauen will, attestiert ihr eine "hervorragende Trainingseinstellung" und glaubt, "dass sie auf dem besten Weg zu ihrer Topform ist." Aber eben noch nicht dort angekommen. "Ich muss noch einiges tun, unter anderem an meiner Wurfkraft arbeiten", sagt Henze und fügt augenzwinkernd an: "Die jungen Hüpfer sind alle so schnell, das muss ich erst wieder werden."

Ein Jahr hat sie erst einmal Vertrag, dann setzt man sich wieder zusammen. "Wenn ich Familie und Handball nicht unter einen Hut bekäme, würde ich aufhören", sagt Henze, die bei der Doppelbelastung von ihrem Lebensgefährten Arne Petersen unterstützt wird. Gedanken während der Schwangerschaft, nicht mehr auf die Bundesligabühne zurückzukehren, gab es keine. Im Gegenteil. "Während der Pause habe ich gemerkt, dass ich noch nicht so weit bin, aufzuhören." Daher wird dem ersten gedanklichen Tor schon bald das erste "echte" folgen.

KOMMENTARE

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