Bayer Leverkusen in großer Not - Die "Elfen" bagen um ihre Existenz - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Bayer Leverkusen in großer Not

Die "Elfen" bagen um ihre Existenz

Wenn die von einer drastischen Etatkürzung (rund 65 Prozent) betroffenen Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen für den Lizenzantrag bis zum Stichtag am 1. April nicht geschätzte 150.000 Euro auftreiben können, droht dem Bundesliga-Gründungsmitglied (12 Meistertitel seit 1965) ein bitterer Abschied vom höchsten deutschen Parkett. "Obwohl wir ohnehin schon rund 200.000 Euro durch viele treue Partner aus unserem Business Club stemmen, ist eine solche Differenz ohne einen richtig großen externen Sponsor auf die Schnelle nicht zu kompensieren", betonte der kommissarische Abteilungsleiter Dietmar Bochert.
Der vor rund einem Monat gegründete Förderverein mit dem passenden Namen "Rettet die Elfen" – Schirmherr ist TSV-Torwarttrainer Andreas „Hexer“ Thiel - kann zwar mittlerweile auf über 100 Mitglieder und Spenden von bisher knapp 13.000 Euro verweisen, doch eine sinnvolle Zukunft auf dem gewohnt hohen Niveau wird nur durch eine „echte Hausnummer“ möglich sein. Ex-Nationalkreisläuferin Renate Wolf, Trainerin und Managerin in Personalunion, bedient sich einem Vergleich aus der Boxsprache: „Wir sind auf vielen Ebenen aktiv, um wertvolle Gelder zu sammeln, doch am Ende brauchen wir einen lucky punch, also einen richtig finanzstarken Partner.“ Das spielfreie Wochenende kam Wolf und den Spielerinnen äußerst entgegen: „Fakt ist, dass alle Beteiligten neben dem Sport viel Energie verbrauchen, weil dieses Thema fast Tag und Nacht in den Köpfen steckt.“
Sollte die unter massivem Zeitdruck geführte Suche von Erfolg gekrönt sein, würde die Handball-Abteilung eine GmbH für den Spielbetrieb gründen und auch den Namen des neuen Sponsors ganz offiziell tragen.
Unterdessen freuen sich die Verantwortlichen über aufmunternden Zuspruch aus der Liga, bleiben allerdings realistisch. Gerade bei den Nationalspielerinnen wie Torfrau Clara Woltering, Anne Müller, Anna Loerper oder Laura Steinbach trudeln permanent Anfragen von der Konkurrenz ein. Deshalb wird Renate Wolf mit ihren Schützlingen ab dieser Woche intensive Gespräche führen: „Ich muss wissen, wer unter bestimmten Bedingungen in Leverkusen bleiben will und wer aufgrund der Unsicherheit lieber doch die Zelte hier abbrechen wird.“ Noch droht ein trauriges Szenario: Als Tabellenzweiter in der Meisterschaft sowie Viertelfinalteilnehmer im DHB-Pokal sowie im europäischen EHF-Pokal könnte Leverkusen im Frühjahr theoretisch drei Titelgewinne feiern - ehe eine Tradition im Frauenhandball ein jähes Ende finden würde.   

KOMMENTARE

Savion, 05.08.15, 20:29 Uhr
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Lesa, 01.08.15, 09:23 Uhr
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