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Die THC-Moral wird belohnt

Die THC-Handballerinnen ließen sich nach dem 28:24 (16:11)-Erfolg über Provital Blomberg lange von den Fans feiern. "Wir hatten uns nach der Niederlagenserie fest vorgenommen, endlich wieder zu punkten", erklärte Nationalspielerin Nadine Härdter. Mit dem Sieg dürften sich die Schützlinge von Trainer Dago Leukefeld aller Abstiegssorgen entledigt haben. "Mit welchem Engagement die Mannschaft den Sieg realisiert hat, war einfach riesig", freute sich der THC-Coach. Die Gastgeberinnen ließen sich diesmal nicht von einigen Fehlern in der Auftaktphase beeindrucken. Nach einem 1:3-Rückstand (6.) drehten sie auf und lagen bei Halbzeit mit fünf Toren in Front. Die Abwehr agierte aufmerksam, dahinter fand Torhüterin Maike März zu großer Form. "Sie hat super gehalten und den Sieg am Ende festgehalten", lobte auch Nationaltorhüterin Clara Woltering, die wahrscheinlich nicht nur in der Salza-Halle war, um "ein paar Freunde zu besuchen". März parierte in der ersten Hälfte gleich drei Siebenmeter, während ihre Teamkollegin Natasa Kocevska alle THC-Strafwürfe verwandelte.

Nach der Pause hielt der THC die Lippeländerinnen zunächst auf Distanz (20:16/42.), bevor er die fast schon obligatorische Zittereinlage bot. "Dass wir nach dem 20:20 mit Unterstützung der Zuschauer den Kopf nicht runter genommen haben, war entscheidend", meinte Härdter. Obwohl die THC-Frauen noch zwei Siebenmeter an die Latte setzten, war das Spiel vor den Augen von Bundestrainer Rainer Osmann beim 26:23 (58.) durch Martina Knytlova gelaufen. "Am Anfang haben wir zu wenig für den Sieg gearbeitet. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir uns erheblich gesteigert. Das hat aber nicht gereicht", ließ auch Gäste-Trainer André Fuhr keinen Zweifel am verdienten Erfolg der Thüringerinnen.