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Frauen-Bundesliga

Direktes Finale um Platz drei am letzten Spieltag

Die Entscheidungen in der Handball Bundesliga Frauen sind weitestgehend gefallen, mit dem Thüringer HC steht unter anderem der Meister bereits fest. Dieser war auch in seinem sechzehnten Heimspiel siegreich, am nächsten Wochenende will das Team von Herbert Müller die Saison ohne Niederlage beim Auftritt in Leipzig perfekt machen. Am letzten Spieltag geht es auch noch um einige Platzierungen.

 

Entscheidend mit Blick auf die Rangfolge im EHF-Pokal wird die Partie zwischen Leverkusen und Buxtehude. Der BSV eroberte dank eines 32:29-Erfolgs über den HC Leipzig den dritten Platz zurück. „Ich bin sehr froh über den Sieg und stolz auf meine Mannschaft. Wir hatten uns in erster Linie vorgenommen, unseren Fans ein tolles letztes Heimspiel zu liefern - das ist uns gelungen. Und wir wollten versuchen die Chance zu nutzen, wenn Leipzig sie uns gibt – auch das haben wir geschafft“, so BSV-Coach Dirk Leun. „Unser zweiter Tabellenplatz steht schon lange fest, uns fehlt momentan einfach die Spannung“, musste HCL-Trainer Max Berthold unterdessen einräumen.

 

Buxtehude rangiert jetzt in der Tabelle knapp vor Bayer Leverkusen, das sich in Metzingen ein 25:25-Unentschieden erkämpfte. Durch die um drei Tore schlechtere Tordifferenz müssen die Elfen im direkten Duell mit Buxtehude am nächsten Spieltag gewinnen, um am Ende als Dritter die Saison abzuschließen und so eine bessere Setzlistenposition für den EHF-Pokal einzunehmen. „Das ist genau die Leistung, die sich ein Trainer im letzten Heimspiel der Saison vor den eigenen Fans wünscht. Was wir heute an toller Willenskraft gezeigt haben, macht mich stolz auf die Mädels“, freute sich TuSsies-Trainer Alexander Job nach dem Punktgewinn.

 

Von einer Spielzeit ohne Niederlage kann Meister Thüringer HC weiter träumen. „Der THC hat eine Klasse-Mannschaft mit vielen Möglichkeiten – für die hatten wir heute zu wenig Pulver“, musste Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki nach dem 31:40 einräumen. „Aber wir haben gute Phasen gehabt. Jetzt freuen wir uns auf das letzte Spiel am Samstag gegen Metzingen.“ Während der VfL noch mit demn punktgleichen Ermstälerinnen Platz 5 ausspielt, reist der THC am letzten Spieltag zum Pokalsieger HC Leipzig.

 

Um die Endplatzierung wird es auch in der Abstiegsrunde gehen.

Pokalfinalist Blomberg-Lippe untermauerte seine Spitzenposition in der Abstiegsrunde und hat nach dem 27:26-Auswärtserfolg bei der SG BBM Bietigheim nun in der Saison sogar mehr Zähler geholt, als die in der Meisterrunde auf die stärkeren Gegner treffenden Teams aus Oldenburg und Metzingen. „Es wäre sicher mehr drin gewesen. Ein Unentschieden hätten wir verdient gehabt. Aber wir haben viele Chancen vergeben und dazu drei Siebenmeter“, ärgerte sich BBM-Manager Thorsten Mast, dessen Team nun um den zweiten Rang im Fernduell gegen Frisch Auf Göppingen kämpfen muss.

 

Die Württembergerinnen setzten sich gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern mit 29:24 durch und sind nun wieder punktgleich und aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz Zweiter vor Bietigheim. „Wir halten seit Wochen - abgesehen vom Spiel in Trier - gut mit und bringen uns dann durch vergebene Chancen und überhastete Abschlüsse selbst aus dem Tritt“, ärgerte sich Gästetrainer Christoph Bartel und bemängelte:

„Vor allem von außen haben wir heute viel zu viel verworfen. Egal, wer dort gespielt hat, alle haben Chancen liegen lassen.“

 

Das Team aus der Eifel kann nun bereits am kommenden Mittwoch den vierten Platz im Nachholspiel gegen die DJK/MJC Trier absichern. Bei einem Auswärtssieg der Miezen hingegen droht noch der Absturz auf Platz 5, zumal auch der letzte Heimspielgegner SG BBM Bietigheim noch auf Zähler aus ist. Die Moselanerinnen hätten schon an diesem Wochenende gleichziehen können, doch nach dem geglückten Klassenerhalt in der Vorwoche unterlag man der HSG Bensheim/Auerbach mit 25:32. „Leider besteht diese Spielklasse nicht nur aus Trier. Wie schon so oft in diesen Play-down-Spielen hat unsere Mannschaft eine tolle Moral gezeigt, doch unterm Strich steht nun mal der Abstieg“, bilanzierte Flames-Trainer Helmut Richter. Bensheim/Auerbach spielt zum Abschluss gegen Göppingen, die Miezen reisen zunächst nach Koblenz und anschließend noch nach Blomberg.