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Ein Tanz auf der Rasierklinge

Das begeisternde 28:24 (19:13) von Provital Blomberg-Lippe im Play-off-Viertelfinale über den Buxtehuder SV wurde ganz nebenbei mit einem Freifahrtschein quer durch Europa belohnt. "Ich freue mich riesig, dass wir zu den besten vier Teams Deutschlands gehören", scheute sich Trainer Fuhr nach der dramatischen Schlussphase noch, das Wörtchen EHF-Pokal in den Mund zu nehmen. Weil das internationale Kontingent für den DHB aber auf zwei Champions-League- und zwei EHF-Pokal-Plätze aufgestockt wurde, sind für den Manager künftig internationale Reisen fix.

Wie erwartet, wurde es für die Blombergerinnen ein Tanz auf der Rasierklinge. Wichtig war der geniale 5:1-Start, womit schon nach sieben Minuten der 22:25-Rückstand auf dem Hinspiel aufgeholt wurde. Dank der Präzision von Neukamp und Lang wuchs der Vorsprung kurz vor der Pause sogar auf 16:10 (26.) an. Die Schlüsselszene sah der Gästecoach jedoch in der Disqualifikation von Diane Lamein, bei der die Schiris einen Schlag ins Gesicht von Michaela Seiffert registrierten. "Wenn sie so bei den Männern pfeifen, würden sie kein Spiel mehr bestreiten", sah Leun in der roten Karte gegen die agile Holländerin eine "eindeutige Beeinflussung".