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Elfen mit dem größeren Willen

Aus Oldenburger Sicht war es ein Spiel der verpassten Möglichkeiten, aus Leverkusener ein Spiel der Willenskraft. "Man hat beiden Mannschaften deutlich angesehen, was auf dem Spiel stand. Da war viel Nervosität drin", meinte Bundestrainer Rainer Osmann auf der Tribüne der EWE-Arena.

Wer vielleicht erwartet hatte, dass die Leverkusenerinnen nach dem Pokaltriumph vom Wochenende nur drei Tage später im Playoff-Halbfinale schwächeln würden, sah sich getäuscht. Die "Elfen" waren zur Stelle, wann immer die VfLerinnen versuchten, sich in eine gute Angriffsposition zu bringen. 1.580 Zuschauer sahen so ein intensiv, leidenschaftlich und körperbetont geführtes Spiel. Ein packendes Duell, das in den ersten zehn Minuten übersät war von technischen Fehlern auf beiden Seiten. Zwei starke Abwehrreihen neutralisierten sich nahezu. Es wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Bayer, angetrieben von der unermüdlichen und überragenden Anne Müller, zog erstmals mit zwei Toren auf 13:11 (36.) davon, wirklich absetzen konnte sich der Favorit aber nicht. Während dieGastgeberinnen aber beste Chancen vergaben, boten die Gäste in Laura Steinbach eine zweite Rückraumshooterin auf, die Bayer mit ihren Toren in der entscheidenden Schlussphase zum Sieg verhalf.